05.03.2015

Migros

Peter Felser kritisiert die Vergabe des Interio-Etats

Das ist "betriebswirtschaftlich und gesellschaftspolitisch nicht nachvollziehbar".
Migros: Peter Felser kritisiert die Vergabe des Interio-Etats
 

Manor, Sonova, SR Technics: Die Frankenstärke, die nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses eingetreten ist, macht sich immer stärker bemerkbar. In den letzten Tagen haben verschiedene Firmen Abbau- oder Auslagerungspläne bekannt gegeben. Inwiefern ist der erhöhte Druck auch in der Schweizer Werbebranche spürbar? Ist es tatsächlich so, dass Firmen Kommunikationsdienstleistungen vermehrt im günstigeren Ausland, etwa in Deutschland, einkaufen?

Peter Felser, langjähriger Unternehmer und heute Verwaltungsratspräsident der Agentur Serviceplan, gibt Entwarnung. "Ich stelle keine Tendenz Richtung Deutschland fest", sagt er in einem Interview mit der "Handelszeitung". Zum Fall Interio, der in der Branche für heftige Diskussionen sorgte, meint er: "Wenn eine Berner Agentur ihre Tore schliesst, weil die Migros-Tochter ihr Mandat nach München vergibt, hat das nichts miteinander zu tun". Dabei macht Felser aber keinen Hehl daraus, dass ihn der Entscheid von Interio ärgert: "Warum die Migros Kommunikationsdienstleistungen in München einkauft, ist für mich betriebswirtschaftlich und gesellschaftspolitisch nicht nachvollziehbar".

Ende Januar wurde bekannt, dass sich Interio mit Fashioncom für eine deutsche Leadagentur entschieden hatte (persoenlich.com berichtete). (eh)

 


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen