14.09.2026

DS Studio

Plakate gegen teure Lehrbücher

Studienliteratur ist teuer und je nach Hochschule unterschiedlich zugänglich. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften fordert deshalb einen kostenlosen digitalen Zugang zu Pflichtliteratur und lanciert dazu zum Semesterstart eine Plakatkampagne.

Getragen wird die Kampagne gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Open Access Schweiz und neun Studierendenorganisationen. Das Konzept stammt von der Zürcher Agentur.

Unter dem Stichwort «Studi-Kostenschock» spielen die Sujets mit Diagnosen aus dem jeweiligen Fachgebiet: «Herzrhythmusstörungen nach Kauf eines Kardiologie-Handbuchs» oder «Schwarzes Loch im Portemonnaie nach Kauf eines Physikbuchs». Der Claim lautet: «Die teuersten Seiten am Studium sind die gedruckten.» Ausgespielt wird die Kampagne laut Mitteilung auf ausgewählten DOOH-Panels, in den sozialen Medien sowie mit Buchzeichen und Wandplakaten an Hochschulen.

Inhaltlich fordert der Verband ein zwingendes Zweitveröffentlichungsrecht für Studienpflichtliteratur, Open Access als Pflicht für öffentlich mitfinanzierte Lehrmaterialien sowie die kostenlose digitale Abgabe von Pflichtliteratur durch Hochschulen. Begründet wird dies mit steigenden Studiengebühren und Lebenskosten sowie mit ungleichem Zugang zu Fachliteratur je nach Hochschule.

Swissuniversities liess zum Zweitveröffentlichungsrecht bereits ein juristisches Gutachten und eine Regulierungsfolgeabschätzung erstellen; Deutschland, Österreich und Frankreich kennen entsprechende Regelungen.

Mitgetragen wird die Kampagne von der SUB (Universität Bern), dem VSPHS, der FAE (Universität Lausanne), der AGEPoly (EPFL), VERSO (ZHdK), dem VSBFH (Berner Fachhochschule), der Skuba (Universität Basel), students.fhnw und dem VSUZH (Universität Zürich). (pd/nil)

Credits

DS Studio, Samuel Christ (Konzept), Heinrich Zimmermann (Konzept)


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