14.09.2026

Neu Creative Agency

Retro-Pixel-Film warnt vor Cybergefahren

Kinderschutz Schweiz hat die dritte und letzte Phase seiner 2024 lancierten Präventionskampagne gegen Cybersexualdelikte an Kindern und Jugendlichen gestartet. Im Zentrum steht ein Kurzfilm im Pixel-Look der Achtziger- und Neunzigerjahre, in dem eine kindliche Spielfigur im digitalen Alltag Gefahren ausweicht – bis am Ende erwachsene Bezugspersonen eingreifen.

Laut James-Studie 2024 wurde mehr als ein Viertel der Jugendlichen in der Schweiz schon aufgefordert, erotische Bilder von sich zu verschicken. Die Melde- und Beratungsstelle clickandstop.ch erhielt seit ihrer Lancierung 2022 über 10’000 Meldungen zu URLs mit entsprechenden Inhalten. Die zentrale Botschaft der von der Neu Creative Agency entwickelten Kampagne: Erwachsene können nicht immer dabei sein, wenn Kinder online sind – aber sie können zuhören und Interesse zeigen.

Der Retro-Look, der sich durch Social-Media-Inhalte und digitale Out-of-Home-Flächen zieht, soll gezielt jene Elterngeneration ansprechen, die selbst mit solchen Spielen aufgewachsen ist. Vermittelt werden konkrete Schutzstrategien: offene Gespräche, klare Regeln im Umgang mit digitalen Medien sowie ein achtsamer Umgang mit Bildern und persönlichen Daten. Im Ernstfall soll ruhig geblieben, zugehört und der Vorfall umgehend bei clickandstop.ch sowie der Polizei gemeldet werden.

Getragen wird die Kampagne von der nationalen Plattform «Jugend und Medien» des Bundesamts für Sozialversicherungen, der Schweizerischen Kriminalprävention, den kantonalen und städtischen Polizeikorps, dem Bundesamt für Polizei sowie dem Netzwerk digitale Ermittlungsunterstützung Internetkriminalität. Als Unterstützer werden unter anderem Sunrise, AXA, Livesystems, ZipScreen und die Guido-Fluri-Stiftung genannt. Sie richtet sich an Eltern, Bezugspersonen und die breite Öffentlichkeit. (pd/nil)

Credits

Verantwortlich bei Kinderschutz Schweiz: Matea Petrovic, Tamara Parham; verantwortlich bei Neu Creative Agency: Nicole Vizcardo, Pian Gumpp, Sandy Pfuhl, Adrian Staehelin, Andrea Braschler, Bettina Beyeler, Jonathan Stucki, Fadi Nemr, Nico Ammann, Simon Rehsche


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