Der Inhaber der SVP-nahen Agentur Goal hat sich in der aktuellen Ausgabe der Weltwoche ausführlich zu den drei verlorenen Abstimmungen dieses Jahres geäussert, deren Sujets seine Agentur Goal gestaltete: der SRG-Initiative, der Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» und der Neutralitätsinitiative.
Segert zeigt sich selbstkritisch: «Wir sind zu harmlos geworden!», sagte er gegenüber der Weltwoche. So sei die Kampagne SRG-Initiative «zu brav» gewesen, bei der Neutralitätsinitiative habe das «weiterführende Narrativ» gefehlt. Dennoch sei das Plakat dazu «eines der besten» gewesen, «das wir je entwickelt haben».
Zur Rolle seiner Agentur gegenüber den Auftraggebern sagt er: «Ich persönlich hadere oftmals mit mir, dass ich mich nicht noch hartnäckiger und offensiver für meine Einschätzung eingesetzt habe.» Als weiteren Grund nennt er, dass die Gegner die Kampagne zur Neutralitätsinitiative mit dem Angriff «Putin-Initiative» in die Defensive gedrängt hätten; zudem mobilisiere die Linke in den Städten stark gegen die SVP.
Für die Abstimmung über die EU-Verträge verlangt er eine Nein-Kampagne mit klarem Feindbild, welche die erwartete Angstkampagne der Befürworter übertrifft – Angriff und Provokation dürften aber nie Selbstzweck sein, so Segert. (nil)
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06.10.2026 12:02 Uhr

