Die Swisscom hat ihr Inserat im Rahmen der Kampagne gegen Werbeverbote gestoppt. Der Rückzug hängt laut einem Sprecher nicht mit der Kritik zusammen, die Konsumentenschützer an der Kampagne Ende November geäussert hatten.
Das Inserat von Swisscom Mobile sei zwei Monate lang gelaufen, sagte Swisscom-Sprecher Sepp Huber zu einer Meldung von Radio 24 vom Samstag. Im Rahmen der Kampagne gegen Werbeverbote erscheinen die Inserate mit schwarzen Zensurbalken. Die Swisscom stehe weiter hinter dem Grundanliegen der Kampagne. Allerdings sei das Swisscom-Mobile-Inserat, das als Vorlage gedient habe, bereits mehrere Monate alt gewesen. Das Publikum könne sich daran kaum mehr erinnern. In der vergangenen Woche hätten die Verantwortlichen entschieden, das Inserat zu stoppen.
Hinter der Kampagne steht eine "Allianz gegen Werbeverbote". Diese Vereinigung von Verbänden engagiert sich laut eigenen Angaben gegen den Abbau der Kommunikationsfreiheit. Neben der Werbebranche unterstützen unter anderem der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse und der Schweizerische Gewerbeverband die Allianz.
Beschwerde gegen Fernsehen
Ende November erhoben Konsumentenschützer wegen der TV-Spots gegen Werbeverbote Beschwerde gegen das Schweizer Fernsehen (SF) DRS. Aus ihrer Sicht sind die Spots gesetzeswidrig. SF DRS und die Allianz bestreiten dies. Für die Konsumentenschützer richtet sich die Kampagne vorab gegen die Einschränkung der Tabakwerbung.

