10.05.2017

Publicis

Wie die Bündner den Sommer überstehen

Die Agentur stellt in der Kampagne für «Calanda Glatsch» das Leben in den sommerlichen Bergen mit viel Humor und Selbstironie vor. Die Zürcher Werber zeichnen vom Namen über das Design bis zur Lancierungskampagne den gesamten Markenauftritt des neuen Gebräus verantwortlich.
Publicis: Wie die Bündner den Sommer überstehen

Die Bündner Brauerei Calanda hat seit diesem Frühling ein neues Bier im Sortiment. Ein Bier, das bei kalten minus 3,5 Grad Celsius gebraut wurde – und so weniger Bitterstoffe freisetzt. Ein extrem frisches und süffiges Bier, also. Publicis verantwortet vom Namen über das Design bis zur Lancierungskampagne den gesamten Markenauftritt des neuen Gebräus, wie es in einer Agenturmitteilung heisst.

Packshot


Der Name

Wer ein frisches Bier lancieren will, braucht zuerst einmal einen frischen Namen dafür. Der griffige und eigenständige Name «Glatsch» entspringt konsequenterweise dem Rätoromanischen. Es ist die Grundform für alles, was mit Eis sowie Gletscher zu tun hat. Was gibt es also passenderes für ein Bier, das bei Minustemperaturen gebraut wird?

30 Grad


Das Design

Auch das neue Packaging- und Produkt-Design entstand von A bis Z an der Stadelhoferstrasse. Mit seinen klaren Linien, der kalten und trotzdem auffallenden Farbgebung sowie dem starken Weissanteil, vermittelt es auf einen Blick die Hauptmerkmale des neuen Bieres: frisch und kühl. Auch reiht sich das Glatsch-Design nahtlos in die kürzlich neugestaltete Calanda Bier-Familie ein und sorgt so für ein einheitliches Erscheinungsbild der ganzen Marke. Besonderer Clou ist eine stilisierte Schneeflocke, die nur dann vorne auf der Dose sichtbar wird, wenn das Bier die ideale Trinktemperatur erreicht hat.

Der perfekte Sommer


Die Positionierung

Die Launch-Kampagne für Calanda Glatsch entspringt einem einzelnen Gedanken: Bündner sind Wintermenschen. In den Bergen zuhause, fühlen sie sich im eisigen Schneegestöber des Winters unendlich viel wohler als während der warmen Sommermonate. Und die Dinge, die wir hier im Unterland am Sommer so geniessen – das Bad im angenehm warmen See, das Grillieren an lauen Sommerabenden oder die knappen Kleider – sind für sie nicht nur unverständlich, sondern fast schon eine Tortur. So beklagen sich die Protagonisten in Kurz-Videos denn auch lautstark über all solche Dinge. Und auch wenn ihnen der Winter nicht herbeigezaubert werden kann, so kann doch wenigstens eines gewährleistet werden: «Calanda Glatsch macht den Sommer etwas erträglicher» – der Claim der Kampagne.


Der Einsatz

Der umfangreiche Auftritt – deren Herzstück zahlreiche vom deutschen Spielfilmregisseur und Lola-Gewinner Simon Verhoeven produzierte Kurz-Videos sind – startete Anfang Mai und wird allen relevanten Bewegtbild-Medien gespielt und dort kanalgerecht eingesetzt. So wurden zum Beispiel auch die nicht skip-baren Pre-Rolls entsprechend konzipiert. Wer also auf YouTube nach Sommer-typischen Aktivitäten sucht, bekommt die Verdrossenheit der Bündner entsprechend zu spüren. Im Verlauf des Sommers werden regelmässig weitere Videos und andere Anti-Sommer-Massnahmen sowohl im TV als auch Online – unter anderem eine grössere Aktion auf Facebook – zu sehen sein. Das alles mit dem Ziel, nicht nur den Sommer etwas erträglicher zu machen, sondern auch die Schweizer Werbung.

Verantwortlich bei Calanda: Christian Weise (Marketing Director), Sami Ackermann (Brand Manager), Caroline Senn (Junior Brand Manager); bei Publicis: Thomas Wildberger (CEO/CCO), Peter Brönnimann (CD), David Lübke, Johannes Raggio (Text), Michael Brauchli (Head of Art), Lorenz Clormann (CD Produkt Design), Marvin Hugentobler, Andrea Klainguti (AD), Dominik Locher (Grafik), Matthias Koller (Managing Director), Angelos Apostolidis, Claudia Ziltener (Beratung), Cem van der Schaar (FFF); verantwortlich für Produktion: CZAR Berlin (Filmproduktion), Simon Verhoeven (Regie), Christian Rein (Kamera), Thorne Mutert, Boerge Hesemann, Anna Schulz (Producer), Ton (Jingle Jungle). (pd/cbe)


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