Die Screenforce-Studie Schweiz 2025 hat die Unterschiede zwischen Fernsehen und YouTube aus Sicht von 26 Schweizer Medienprofis untersucht, wie es in einer Medienmitteilung zur Studie heisst.
YouTube punktet bei den Befragten durch gezieltes Targeting einzelner Personen, während TV eine breite Publikumsansprache bietet. Die Videoplattform ermöglicht zudem kurzfristige Planungen und schnelle Reaktionen, TV benötigt längere Vorlaufzeiten. Bei den Analysetools sehen die Experten YouTube im Vorteil, kritisieren aber die fehlende Transparenz und unabhängige Datenverifizierung.
Bei der Reichweite erreicht YouTube gemäss IGEM DigiMonitor 78 Prozent der Nutzer, TV 94 Prozent. Bei der täglichen Nutzung kommt YouTube allerdings nur auf 28 Prozent, TV auf 56 Prozent. Auf dem grossen Bildschirm liegt die tägliche Reichweite von YouTube bei nur vier Prozent, TV erreicht 56 Prozent.
Beim Preisvergleich erwies sich die Bewertung als komplex. Faktoren wie Kontaktqualität, Zielgruppendefinition und Bildschirmgrösse beeinflussen die Vergleichbarkeit erheblich. Die Medienprofis betonten die unterschiedliche Wertigkeit der Kontakte zwischen beiden Kanälen.
Bei Qualität und Werbewirkung sehen 15 von 26 Befragten TV-Inhalte als hochwertiger an. Fast alle Experten (24 von 26) bewerten TV als sichereres und glaubwürdigeres Werbeumfeld. Als Vorteile von TV nannten sie die entspannte Konsumhaltung, die multisensorische Ansprache am grossen Bildschirm und die soziale Komponente des gemeinsamen Erlebens.
YouTube bietet laut den Experten ein breites Inhaltsspektrum und Targetingmöglichkeiten, wird aber häufig mobil und in ablenkenden Situationen konsumiert. Brand Safety bleibt eine Herausforderung bei der Videoplattform.
Die Ergebnisse der Studie basieren auf 45-minütigen Interviews mit 26 Medienprofis aus dem Schweizer Werbemarkt: 8 TV- und 13 YouTube-/Social-Media-Fachleute und 5 Werbeauftraggebende. (pd/nil)

