11.08.2026

Metafeld

Decs gründet eigene Shopify-Agentur

Die ERP-Spezialistin bündelt ihr E-Commerce-Geschäft in einer neuen Tochtergesellschaft. Diese soll Onlineshops auf Shopify Plus bauen und direkt an Warenwirtschaftssysteme anbinden.
Metafeld: Decs gründet eigene Shopify-Agentur
Simon Schweingruber und Fabrizio Grillone, die Gründer von Metafeld. (Bild: zVg/Metafeld)

Unter dem Namen Metafeld hat am 11. August eine neue Shopify-Plus-Agentur in Dietikon den Betrieb aufgenommen. Gegründet wurde sie von Simon Schweingruber und Fabrizio Grillone gemeinsam mit der ERP- und Retail-Spezialistin Decs. Getragen wird das Konstrukt von der neu gegründeten Decs Commerce, wie in einer Medienmitteilung steht.

Die Gründung gehe auf wiederkehrende Kundenanfrage zurück: Decs implementiert seit Jahren Retail-Lösungen auf Basis von Microsoft Dynamics 365 Business Central für Händler wie Transa, Intersport und Teo Jakob und wurde dabei regelmässig gefragt, wer den Onlineshop zur bestehenden Systemlandschaft baut. Bisher verwies sie auf Dritte.

Den Schwerpunkt legt Metafeld auf die Schnittstelle zwischen Shop und ERP-System. «Zu oft verspricht der Shop Echtzeit, und dahinter läuft ein nächtlicher Datenabgleich», lässt sich Grillone in der Mitteilung zitieren. Metafeld baue Integrationen «nativ, eventgetrieben und bidirektional». Grillone war laut Mitteilung zuvor Tech Lead Digital Commerce beim Migros-Genossenschafts-Bund und Engineer beim Zahlungsdienstleister Datatrans.

Schweingruber hat die Zürcher Digitalagentur Dream Production mitgegründet und nach eigenen Angaben 13 Jahre geführt. Zuletzt konzentrierte er sich auf KI-gestützte Webentwicklung. Metafeld startet bewusst mit einem zweiköpfigen Kernteam und positioniert sich als «KI-native» Agentur – KI soll sämtliche Prozesse durchziehen, von der Entwicklung über Projektmanagement bis zum laufenden Shopbetrieb. Konkrete Anwendungsfälle bleibt die Mitteilung allerdings schuldig.

Als erstes abgeschlossenes Projekt nennt Metafeld die Migration des Onlineshops der Vinothek Brancaia AG. Übernommen wurden dabei 4545 Artikel und 30'700 Bestellungen, in sechs Monaten und ohne Ausfallzeit. Ein zweites Projekt, eine KI-Prozessautomatisierung für einen Schweizer Handelsbetrieb, sei in Arbeit. (pd/nil)


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