Coop-CEO Philipp Wyss kündigte am Retail & Shopper Forum an, dass Produkte ohne 2D-Code ab 2030 nicht mehr ins Coop-Sortiment aufgenommen werden sollen. Der 2D-Code überträgt mehr Informationen als ein herkömmlicher Barcode und kann gleichzeitig für Logistik, Rückverfolgbarkeit und Produktinformationen genutzt werden. Coop erprobt ihn bereits bei Produkten der Marke Bell, wie in einer Medienmitteilung von GS1 Switzerland steht. Das Standardisierungsnetzwerk organisierte am 12. März im Zürcher Kongresshaus das Retail & Shopper Forum.
Lidl-Schweiz-CEO Nicholas Pennanen erklärte, das Filialnetz solle in den nächsten zehn Jahren auf bis zu 300 Standorte ausgebaut werden. Gleichzeitig richte sich Lidl Schweiz stärker auf lokale Kundenbedürfnisse aus.
Raphael Harzheim von Digitec Galaxus verwies auf den geringen Anteil von Lebensmitteleinkäufen auf der Plattform. Die Plattform zählt nach eigenen Angaben rund 4,6 Millionen Nutzer jährlich und bietet über zehn Millionen Produkte an. Im FMCG-Bereich sieht das Unternehmen weiteres Wachstumspotenzial, da der Onlineanteil bei Lebensmitteln in der Schweiz vergleichsweise niedrig ist. Frischeprodukte bleiben eine offene Herausforderung.
Analysten von NielsenIQ stellten Daten zum Kaufverhalten vor: Preis, Qualität, Nachhaltigkeit und Bequemlichkeit seien derzeit die prägenden Faktoren bei Kaufentscheidungen. Trotz Preisdruck blieben Markenprodukte nachgefragt.
Coop setzt nach Angaben von Wyss bereits KI-gestützte Prognosen im Frischebereich ein, um Bestellmengen zu planen und Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Dabei werden unter anderem Wetterdaten und regionale Unterschiede berücksichtigt. Für den Transport auf langen Strecken betreibt Coop eine eigene Bahnlogistik; für die letzte Meile sind elektrische Fahrzeuge geplant. (pd/red)
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