16.05.2024

ESC

Schweiz Tourismus verzichtet auf Kampagne

Dass die Schweiz 2025 Austragungsort für den Eurovision Song Contest wird, hat auch Auswirkungen auf den Tourismus. Doch die nationale Marketingorganisation wird den weltweit grössten Musikwettbewerb nicht für eine eigene Kampagne nutzen. Das sind die Gründe.
ESC: Schweiz Tourismus verzichtet auf Kampagne
Holt dank dem Sieg den Eurovision Song Contest in die Schweiz: Nemo. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

Nemos Erfolg am Eurovision Song Contest (ESC) hat vielseitige Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft – auch auf den Tourismus. «Wir freuen uns sehr über den Sieg, für Nemo natürlich», sagt Markus Berger, Leiter Unternehmenskommunikation bei Schweiz Tourismus.

Touristisch gesehen gibt es konkret zwei Effekte. Zum Ersten ist dies der unmittelbare Übernachtungseffekt in der Austragungsstadt für die ESC-Woche. «Dieser ist für die Destination zwar positiv, man spricht von mehreren 10'000 Logiernächten, aber insgesamt für die Schweiz natürlich eher ein punktueller Effekt», so Berger. Dennoch sei der Übernachtungseffekt ein «sehr willkommener», da Mai ja Nebensaison sei. In welcher Stadt der ESC stattfinden wird, ist noch offen. «Es gibt ein Ausschreibungsverfahren», sagte SRF-Unterhaltungschef Reto Peritz in einem persoenlich.com-Videointerview.

Zum Zweiten gibt es den Imageeffekt. «Und da kann sich die Schweiz international als wunderschöne, diverse, moderne und gastfreundliche Destination positionieren», so Berger. «Dieser Imagebooster ist – gerade weil zum Teil auch ein neues Publikum angesprochen wird – sehr willkommen und wird die bestehende Positionierung und Strategie weiter stärken.»

Weder Kampagne noch Aktivitäten

Nun mit Nemo speziell für den ESC 2025 in der Schweiz zu werben, hat die Marketingorganisation aber nicht geplant. Schweiz Tourismus wird selber «voraussichtlich» keine Kampagne dazu lancieren oder spezifische Aktivitäten vorsehen. Berger: «Als nationale Organisation können wir uns nicht für einen einzelnen Anlass an einem einzelnen Ort engagieren. Die positive internationale Aufmerksamkeit werden wir dagegen sehr wohl weiter ‹fördern›, vor allem im Bereich der organischen Social Media.»

Es ist laut Berger «selbstredend», dass sich Schweiz Tourismus darüber freue, «dass wir nach dem Tennis-Maestro und dem Ski-Alleskönner nun auch in der Popkultur einen grossartigen internationalen Star und Gewinner haben». Ob aber Nemo – wie zuvor die Botschafter Roger Federer oder Marco Odermatt – ebenfalls Schweiz Tourismus repräsentieren wird, stehe in den Sternen.


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