Bislang kostete die Miete der Räumlichkeiten pro Abend 14’200 Franken. Michel Loris-Melikoff, der CEO des Kongresshauses, erklärt im SonntagsBlick, dass die aktualisierten Preise «per sofort» für alle neu abgeschlossenen Verträge gelten. Bei seinem Amtsantritt vor zwei Jahren hätten er und sein Team sämtliche Preise hinterfragt. «Dabei haben wir festgestellt, dass wir mit diesem Produkt Geld verlieren.»
Die Miete für ein Entertainment-Paket blieb seit 2021 unverändert. Thomas Dürr, der Chef von Act Entertainment, dem grössten Konzertveranstalter der Schweiz, wehrt sich gegen die Preiserhöhung. Wenn die Miete steige, müsse er die Ticketpreise erhöhen, sagt er im SonntagsBlick. «Das spürt dann der einfache Bürger im Portemonnaie.»
Boykott und juristische Schritte
Bisher organisierte Dürr fast die Hälfte aller Unterhaltungsshows im Kongresshaus. Nun aber boykottiert er den Veranstaltungsort. Die Erhöhung sei «völlig überrissen». Nicht jede Show vertrage höhere Preise, weil dann die Besucher fernblieben. Als Folge seien zahlreiche Anlässe nicht mehr rentabel. «Sie werden aus dem Kongresshaus verdrängt», befürchtet Dürr und appelliert an «das sozialdemokratische Zürich». Als Mehrheitsaktionärin des Kongresshauses könnte die Stadt eingreifen. «Die Zürcher Regierung sollte Kultur fördern, nicht verhindern.» Zudem prüft Dürr juristische Schritte gegen das Kongresshaus Zürich. (pd/spo)

