In der Gemeindeordnung soll festgeschrieben werden, dass Plakatwerbung und kommerzielle Bildschirme ohne örtlichen Bezug nicht mehr bewilligt werden. Nicht betroffen seien Kulturplakate, Anschlagstellen für die Allgemeinheit sowie lokale Hinweise, teilten die Initianten am Freitag mit. Zuerst berichteten Berner Zeitung und Bund.
Ziel sei es, den kommerziellen Einfluss im öffentlichen Raum zu reduzieren, schrieben AL Bern, PdA Bern, Juso Stadt Bern, Grün Alternative Partei, Tier im Fokus (TIF) und Transition Bern. Mit der Initiative wollen sie Druck auf den Stadtrat machen.
Zwar hatte die linke Stadtratsmehrheit 2024 einen Vorstoss für ein Werbeverbot überwiesen. Doch bei der Beratung des Budgets 2026 machte die SP/Juso-Fraktion eine Kehrtwende und kam zum Schluss, dass bei der jetzigen Finanzlage nicht auf die Werbemillionen verzichtet werde sollte (persoenlich.com berichtete). Die Vermietung der Werbeflächen bescheren der Stadt jedes Jahr Einnahmen von gut fünf Millionen Franken.
Die Werbewirtschaft ist mit der Gegenkampagne «Pro Plakat» bereits mobilisiert – auch weil der Zürcher Stadtrat 2025 ähnliche Werbeeinschränkungen beschlossen hat. (sda/cbe)

