Stories arbeitet neu mit Largo.ai zusammen, um Werbespots nach der Netflix-Methode zu produzieren, wie es in einer Mitteiliung vom Montag heisst.
«Überzeugt das Drehbuch? Passt der Cast? Der Soundtrack? Der Schnitt? Diese und weitere Fragen versucht die Prognose-Software von Largo mittels Big Data, Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen zu beantworten», so die Mitteilung.
Bisher war die Software von Largo ausschliesslich für Spielfilme programmiert. Gemeinsam mit Stories wird diese nun für Werbefilme weiterentwickelt, getestet und steht der Filmproduktion exklusiv zur Verfügung. Yves Bollag, Mitgründer von Stories, lässt sich wie folgt zitieren: «Wir testen seit sechs Monaten die AI von Largo auf unseren Projekten. Die Resultate sind vielversprechend und machen täglich Fortschritte. Selbst die Rückwärtsanalyse der erfolgreichsten Schweizer Werbespots konnten eine hohe Übereinstimmung aufweisen.»
Partnerschaft für kommerzielle Filme
Sami Arpa, CEO von Largo: «Wir freuen uns sehr, dass wir durch die Partnerschaft mit Stories unsere Dienstleistungen, die wir bereits in der Filmindustrie anbieten, nun auch der Werbebranche zur Verfügung stellen können. Unsere Technologie für Spielfilme hilft den Produzenten, schon in den frühsten Phasen der Entwicklung Einblicke in Inhalt und Besetzung sowie finanzielle Prognosen zu erhalten. Bereits in der Drehbuchfassung eines Werbespots kann das System dessen cinematografische Muster erkennen und die potenzielle Einschaltquote und Zielgruppe messen - und das alles innerhalb weniger Minuten. Dies wird Produzenten, Agenturen und Marken einen grossen Vorteil bringen, indem es ihnen ermöglicht, die richtigen Story- und Storytelling-Ansätze zu wählen.»
Datenanalyse wie bei Netflix
Was gefällt der Zielgruppe? Welche Inszenierung sorgt für Aufmerksamkeit? Die Software analysiert das Filmscript, untersucht, wie sich der geplante Cut auf das Publikum auswirkt und gleicht die Ergebnisse mit dem Unternehmensbereich des Werbetreibenden ab. Diese umfassende Analyse, vom ersten bis zum letzten Schritt des Filmprozesses, kann teure Marktforschungen ergänzen oder gar ersetzen.
«Kreativen gibt die Software ein Werkzeug an die Hand, um ihre Ideen frühzeitig zu testen und diese gegenüber dem Kunden zu argumentieren. Den Kunden hingegen gibt Largo Anhaltspunkte, ob ein Konzept funktioniert – oder eben auch nicht», erklärt Yves Bollag. So oder so: «Wir haben mit Largo einen Partner gefunden, der uns hilft, subjektive Entscheidungen objektiv zu betrachten.»
Verantwortlich bei Stories: Yves Bollag (Partner), Tobias Fueter (Partner), Michèle Seligmann (Geschäftsleiterin), Cédric Marville (Head of Strategy); verantwortlich bei Largo: Sami Arpa. (pd/lol)

