Die Figuren zeigen unter anderem eine Kleinstdemonstration mit dem Transparent «Wir sind Masse!» sowie eine Schafherde, die einen Polizisten umringt. Die kleinen Szenen wurden im Berner Stadtraum an ungewohnten Orten platziert, wo sie Passantinnen und Passanten überraschen sollen.
Hinter der Kampagne steckt laut einer Mitteilung eine bewusste Entscheidung gegen klassische Werbung. Viele Kulturinstitutionen verfügen nicht über die Budgets, um über zahlreiche Kanäle einen hohen Marktdruck aufzubauen. Das Museum für Kommunikation setzt stattdessen auf eine kreative Guerillamarketingmassnahme, die nicht durch Aufdringlichkeit, sondern durch ihre handwerkliche Machart wirkt.
Die Ausstellung «Massen – Foules – Crowds» beleuchtet das Phänomen der Masse aus verschiedenen Blickwinkeln und hinterfragt das verbreitete Negativbild von Menschenmassen. Sie ist noch bis zum 19. Juli 2026 zu sehen.
Das Museum für Kommunikation wurde 1907 gegründet und gehört zum Museumsquartier Bern, das Kultur, Geschichte, Wissenschaft, Kunst und Innovation vereint. 2019 wurde das Haus als drittes Schweizer Museum mit dem Museumspreis des Europarates ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr zählte es laut eigenen Angaben 130'000 Besuchende. (pd/cbe)
Credits
Konzept und Umsetzung: Museum für Kommunikation, Nico Gurtner

