17.09.2025

Feinheit

Wo Velowege besser sein könnten

Pro Velo hat eine neue Kampagne namens «Chönnt besser si» lanciert. Die Agentur hat das Konzept der Organisation umgesetzt.

Die Kampagne von Pro Velo soll auf Mängel im schweizerischen Velowegnetz aufmerksam machen. Die Organisation dokumentiert absurde und gefährliche Situationen für Velofahrende und fordert dringende Investitionen in die Veloinfrastruktur, heisst es in einer Mitteilung. Konzept und Idee wurden inhouse entwickelt. Umgesetzt wurde die Kampagne in Zusammenarbeit mit der Agentur Feinheit.

Die Kampagne zeigt Bilder von problematischen Velowegen aus der ganzen Schweiz, darunter abrupt endende Velostreifen, Belagsschäden, gefährliche Tramschienen, parkierte Autos auf Velostreifen und fehlende Signalisation. Diese werden im Pro Velo Magazin und in sozialen Medien mit dem Kommentar «Chönnt besser si» veröffentlicht.

Pro Velo ruft alle Velofahrenden zur Beteiligung an der «digitalen Protestfahrt» auf. Kampagnenverantwortliche Lucia Plaen betont, dass trotz des humorvollen Tons die Botschaft ernst gemeint sei: Politik und Behörden müssten das Velo endlich ernsthaft in die Verkehrsplanung einbeziehen.

Das 2023 in Kraft getretene Veloweggesetz verpflichtet die Kantone, bis 2042 ein zusammenhängendes Velowegnetz zu schaffen. Pro Velo-Präsidentin Delphine Klopfenstein Broggini kritisiert jedoch, dass Velofahrende nicht so lange warten können: «Damit alle von 8 bis 80 sicher und entspannt mit dem Velo unterwegs sein können, braucht es jetzt dringend Investitionen.» (pd/spo)


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