Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde gegen das Finanzportal Inside Paradeplatz gutgeheissen. Der Autor behaupte im Artikel, Rosenwassers politische Leistung sei gering. Gleichzeitig mache er abwertende Bemerkungen zu ihren Brüsten: «Rosenwasser trägt schwer an ihnen. 80D seien ihre Masse, klagt sie. Das ist sehr voluminös. Im Autosport wären das 400 PS», zitierte der Presserat den Artikel am Dienstag in seiner Stellungnahme.
Inside Paradeplatz verteidige die Aussagen im Artikel mit dem Argument, dass öffentliche Figuren schärfere Kritik aushalten müssen. Die Aussagen dienen der pointierten Beurteilung ihrer Arbeit, hiess es weiter.
Scharfe Kritik an Politikerinnen und Politikern sei zulässig. In diesem Falle sei sie jedoch unzulässig, da Rosenwasser in einer Weise auf körperliche Merkmale reduziert werde, die keinen Informationswert bei der Beurteilung ihrer Leistung habe. Die ausführliche Thematisierung der Brustgrösse stehe in keinem sachlichen Zusammenhang mit Rosenwassers Mandatsausübung. Der Artikel verletze damit das Diskriminierungsverbot, schrieb der Presserat. (sda/spo)

