Als Grund für ihren Wechsel nennt die Journalistin das gute Job-Angebot. Es reize sie, bei der publizistischen Aufwertung von DRS 3 mitzuhelfen. Duttweiler wird in der neu geschaffenen Stelle die Verantwortung für die Hintergrundgefässe tragen. Als Vorgesetzte von rund 20 Personen sei die Aufgabe auch führungsmässig spannend, meint sie weiter. Hierzu wird die Integration der Mitarbeiter aus dem Studio Basel in Zürich gehören.
Die neue Chefin wird bei der Positionierung und Strategieplanung von DRS 3 mitwirken. Dass sie dabei das bei ihrem MBA-Studium Gelernte einsetzen kann, gefällt ihr. Zu ihren konkreten inhaltlichen Plänen für den Sender möchte sich die designierte Redaktionsleiterin aber noch nicht näher äussern. "Sicher ist, dass Information die Kernkompetenz von Radio DRS ausmacht. In diesem Bereich gibt es auch für DRS 3 zusätzliche Profilierungsmöglichkeiten, gerade im Vergleich zu den Lokalradios", sagt Duttweiler. Auf Fragen zum Musikprogramm erklärt sie: "Das ist nicht mein Bereich."
Catherine Duttweiler gehörte zum Gründerteam von Facts, wo sie zuletzt als Inlandchefin arbeitete. Davor war sie Nachrichten- und Bundeshausredaktorin bei der SonntagsZeitung. Einer breiteren Öffentlichkeit ist sie als Autorin der Bestseller "Kopp & Kopp -- Aufstieg und Fall der ersten Bundesrätin" und "Adieu, Monsieur -- Chronologie einer turbulenten Bundesrätinnenwahl" bekannt.
Vor vier Jahren wurde die Journalistin zur BaZ geholt, als die Tagesleitung neu eingeführt wurde. Neben dem Tagesgeschäft hat sie diverse ressortübergreifende Arbeitsgruppen geleitet. Seit letztem Jahr absolviert sie ein MBA an der Universität St. Gallen, weshalb sie nach eigenen Angaben an der Entwicklung des neuen BaZ-Frontkonzepts nur am Rande beteiligt gewesen sei. Die Basler Zeitung macht seit März täglich mit einem bebilderten Leitartikel auf, die Überwachung der Newslage obliegt der Online-Redaktion. Damit sei die Tagesleitung für sie weniger attraktiv geworden, sagt Duttweiler.
Entgegen anders lautenden Aussagen sei ihre Aufgabe nicht eine Modernisierung der gesamten BaZ gewesen, präzisiert die scheidende Redaktorin weiter. Sie habe sich auf Wunsch des Chefredaktors während mehr als einem Jahr vor allem ums Inlandressort gekümmert und generell "frischen Wind in die Redaktion bringen" sollen, erklärt sie gegenüber "persoenlich.com". Das sei ihr gelungen, soweit dies innerhalb der traditionsbewussten, eher hierarchischen Redaktion möglich gewesen sei, beschreibt sie die Situation bei der Lokalmatadorin am Rheinknie. Ihre Stelle bei der BaZ wird nicht wieder besetzt.

