Schweiz
Blick: «Alvarez bricht die Schweizer Herzen in der Verlängerung. (...) Das darf doch nicht wahr sein! Über 124 Minuten lang – die Hälfte davon in Unterzahl - liefert sich die Nati mit Argentinien ein Duell auf Augenhöhe. Doch weil Alvarez den Weltmeister kurz vor Ablauf der Verlängerung mit einem Weltklasse-Tor zum 2:1 schiesst, platzt der Traum vom ersten Schweizer WM-Halbfinal der Geschichte.»
NZZ: «Am Ende ist es das, was erwartet worden ist: Ein enges, umkämpftes Spiel, in dem der Aussenseiter aus der Schweiz durchaus mitzuhalten vermag. Aber eben: Zuerst der Jubel über den verdienten 1:1-Ausgleich, dann der Platzverweis. Den gibt's nur, weil Paredes verwarnt wird. Wäre das nicht passiert, wäre kein Bild konsultiert und wäre Embolo für seine Unsportlichkeit nicht bestraft worden. Bitter für ihn, bitter für die Schweizer Fussballer, bitter für alle, die in der Schweiz die Nacht zum Tag gemacht haben.»
Tages-Anzeiger: «Die Schweizer dürfen hadern mit diesem Ende und das werden sie auch tun. Die Chance war da, ein ohnehin grosses Turnier noch etwas grösser werden zu lassen. Sie werden sich fragen, was wohl gewesen wäre, wenn es nicht diesen Platzverweis im Viertelfinal gegen Breel Embolo gegeben hätte. Aber mit ein bisschen Abstand werden sie verstehen, was ihnen in Nordamerika gelungen ist.»
Argentinien
Pagina12: «Herzlich willkommen, ihr Torschützen, wir haben schon auf euch gewartet. Eine Mannschaft, die nicht weiss, wie man gewinnt, ohne ein ganzes Land leiden zu lassen. Es war ein sehr schlechtes Spiel, in dem sich jedoch alle neun Spieler von ihrer besten Seite zeigten, als alles auf ein Elfmeterschiessen hindeutete. Am Mittwoch gegen England, nicht weniger.»
La Nación: «Im Halbfinale! Dank eines Traumtores von Julián (Álvarez) gewann Argentinien gegen die Schweiz ein Spiel, das alles zu bieten hatte, und trifft nun auf England.»
Clarín: «Argentinien besiegt die Schweiz in Kansas City mit viel Leiden 3:1. Das Spiel schien auf ein Elfmeterschiessen hinauszulaufen, als Julián Álvarez und Lautaro Martínez auf den Plan traten.»
Buenos Aires Herald: «Es war Stürmer Julián Álvarez, der in der 112. Minute der Verlängerung schliesslich den Bann brach. Das ehemalige Wunderkind von River Plate nahm den Ball am Strafraumrand an und erzielte eines der schönsten Tore des Turniers, als er einen unhaltbaren Schuss in die rechte obere Ecke des Tores versenkte.»
Diario Popular: «Im Viertelfinalspiel der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Argentinien und der Schweiz spielte der Var die Hauptrolle. Bei einem Stand von 1:1 entschied Schiedsrichter Joao Pinheiro nämlich, Breel Embolo vom Platz zu stellen, nachdem er zuvor eine Gelbe Karte gegen Leandro Paredes wegen einer Schwalbe des Schweizer Spielers zurückgenommen hatte.»
La Capital: «Argentinien musste gegen die Schweiz in Kansas erneut unbeschreiblich leiden, besiegte sie jedoch in der Verlängerung mit 3:1 und trifft nun im Halbfinale auf England, um erneut den Einzug ins Finale zu schaffen.»
England
Daily Mirror: «England trifft im Halbfinale der Weltmeisterschaft auf Argentinien, nachdem sich der Titelverteidiger in Kansas dank eines Traumtores von Julian Alvarez gegen die Schweiz durchgesetzt hat.»
The Sun: «Argentinien besiegte mit zwölf Mann die auf zehn Mann reduzierte Schweiz, sicherte damit Lionel Messis WM-Karriere fort – und sorgte für ein Duell mit England. Zumindest werden das die Verschwörungstheoretiker behaupten, nachdem der Schweizer Stürmer Breel Embolo nach einer Var-Überprüfung wegen einer Schwalbe die zweite Gelbe Karte erhalten hatte.»
The Guardian: «Argentinien bleibt im Rennen. Die Mannschaft ist seit dem Turnier 2022 in Katar in bemerkenswerten 12 WM-Spielen ungeschlagen, und ihr Traum, als erste Mannschaft seit Brasilien 1962 zweimal hintereinander Weltmeister zu werden, lebt weiter. Alles, was vor diesem Spiel gesagt wurde – dass dieser Spielstil zwar für spannende Dramatik und fesselnde Geschichten sorgt, aber auch seine Schwächen hat -, scheint nach dieser Partie nach wie vor zuzutreffen.»
Spanien
As: «Argentinien hat neun Leben, einen Var, der ihm immer zu Hilfe eilt, eine Legende wie Messi und nun auch noch die Spinne – das Insekt, das schon eine Weile nicht mehr zugeschlagen hatte und genau dann auftauchte, als es am dringendsten gebraucht wurde. Ein atemberaubendes Tor von Julián Álvarez – ein teuflischer Schuss, der sich in den oberen Winkel schmiegte – bewahrte den Titelverteidiger vor dem Elfmeterschiessen und sicherte ihm den Einzug ins Halbfinale, wo er auf keinen Geringeren als England trifft. Das Spiel hatte alles: Kontroversen, Spannung und eine Entscheidung in der Verlängerung, aus der die Albiceleste erneut als Sieger hervorging.» (Der Spitzname von Alvarez ist die Spinne, d.Red.)
Marca: «Die Champions fühlen sich unbesiegbar. Ein atemberaubendes Tor von Julián in der Verlängerung bringt Argentinien ins Halbfinale gegen eine auf zehn Mann reduzierte Schweizer Mannschaft.»
Italien
Gazzetta dello Sport: «Die Schweiz, die nur noch zu zehnt spielte, wurde in der Verlängerung von Alvarez und Lautaro bestraft.»
Corriere dello Sport: «Argentinien, Lauf und Tränen: Julian Alvarez und Lautaro schicken Messi nach 120 Minuten ins Halbfinale.»
Frankreich
L'Équipe: «Wieder am Abgrund, aber immer noch da. Argentinien hat sich nicht den einfachsten Weg ausgesucht, doch es geht weiter und der Traum vom Double lebt.»
USA
The Athletic: «Vielleicht wollte es Messi zu sehr. Oder vielleicht – und das ist wahrscheinlicher – war es einfach zu viel verlangt von einem 39-Jährigen, der vor acht Tagen 120 Minuten in einem K.-o.-Spiel absolviert hatte, am Dienstag weitere 90 Minuten und hier erneut 120 Minuten, um Argentinien wieder einmal zum Sieg zu führen. So oder so lebt sein Traum von der Weltmeisterschaft weiter.» (sda/dpa/spo)

