«Die ‹Arena› ist als Format unabhängig von einzelnen Personalien», schreibt SRF auf Anfrage von persoenlich.com. Grössere Änderungen am Konzept seien aktuell nicht vorgesehen. Auch für das Studio gibt es derzeit keine konkreten Pläne. Studio- und Gestaltungselemente würden bei SRF laufend überprüft.
Das Studio geht im Kern auf einen Relaunch im Frühling 2015 zurück. 2022 kam ein zusätzliches Element hinzu, bei dem das Publikum den Gästen stehend gegenübersteht. Eine Verschiebung auf einen prominenteren Sendeplatz zieht SRF nicht in Betracht. Die Antwort darauf fällt knapp aus: «Nein.»
Auch beim Pensum ändert sich nichts. Laut der Stellenausschreibung moderiert die neue Moderatorin oder der neue Moderator ab Januar 2027 oder nach Vereinbarung drei Ausgaben pro Monat, bei einem Pensum von 80 Prozent. Das entspricht dem Rhythmus, auf den Brotz zuletzt reduziert hatte. Gesucht wird eine Person mit «grosser Erfahrung in der kontroversen Gesprächsführung vor der Kamera», die «ausserordentlich belastbar» ist und «auch Konflikte aushalten» kann. Das Verfahren ist eng getaktet: Die Bewerbungsgespräche finden bereits am 22. und 23. Oktober statt.
Die Sendung hat in den vergangenen Jahren an Publikum verloren. Im ersten Halbjahr 2026 schauten im Schnitt 116'000 Personen die «Arena», früher waren es rund 200'000, wie CH Media am Dienstag berichtete.
Grossniklaus winkt ab
Bevor die Ausschreibung bekannt wurde, hatte Blick, ab Februar Brotz' neuer Arbeitgeber, das Personalkarussell bereits am Mittwoch in Gang gesetzt. Die Zeitung brachte vier Namen aus dem SRF-Umfeld ins Spiel: Mario Grossniklaus, «Club»-Moderatorin Barbara Lüthi, Bundeshauskorrespondentin Nathalie Christen und Urs Gredig, der «10 vor 10» und «Gredig direkt» moderiert.
Grossniklaus hatte am Donnerstag auf LinkedIn abgewinkt. Er werde sich nicht auf die Nachfolge bewerben, schrieb er. Er moderiere die «Arena» bereits seit über zehn Jahren und sei mit der Wahlleitung von SRG und SRF in den nächsten Monaten «bestens gefordert». Grossniklaus moderiert die Sendung seit 2024 einmal im Monat, zuvor war er regelmässig für Brotz eingesprungen.
Brotz selbst hält sich zur Nachfolge bedeckt. «Ich werde mich hüten, ein öffentliches Anforderungsprofil für meine Nachfolge zu formulieren», sagte er im Interview mit persoenlich.com. Er sei überzeugt, dass SRF dafür «eine gute Lösung finden wird». Brotz moderiert die «Arena» noch bis Mitte Januar 2027 (persoenlich.com berichtete). (cbe)

