28.02.2017

Arena

E-Mail provoziert kontroverse Diskussion

Die Sendung vom Freitag sorgt noch immer für Diskussionsstoff: auch in der Kommentarspalte von persoenlich.com. Die SRF-Chefs äussern sich nicht dazu.

Gegen die «Arena» vom Freitag hagelte es Kritik. So sind bei der SRG-Ombudsstelle am Montag bereits 30 Beanstandungen gegen die Sendung eingereicht worden und auch der ehemalige Presserat-Präsident Peter Studer äusserte medienethische Bedenken (persoenlich.com berichtete). Der dominierende Kritikpunkt ist dabei, dass der Moderator Jonas Projer eine an die «Einstein»-Redaktion gerichtete E-Mail des Gastes Daniele Ganser zeigte.

Auf persoenlich.com sind aussergewöhnlich viele, teilweise sehr differenzierte Wortmeldungen über dieses Verhalten von Jonas Projer zu verzeichnen. Während die einen User dieses ebenfalls kritisieren, nehmen andere den Moderator in Schutz.

Bei SRF konnten oder wollten weder TV-Chefredaktor Tristan Brenn noch Direktor Ruedi Matter Stellung beziehen. Beide seien auf einer Retraite, wie Stefan Wyss, Mediensprecher Information beim SRF, auf Anfrage mitteilte.


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KOMMENTARE

Caroline Brandner
02.03.2017 12:41 Uhr
Der Chefredaktor und der Direktor können oder wollen nicht Stellung beziehen, sie sind auf einer Redraite. So werden bei der SRG die Prioritäten gesetzt. Schliesslich geht es ja nur um berechtigte Beanstandungen der gebührenzahlenden Zuschauer. Das kann sich auch nur ein öffentlich rechtliches Unternehmen wie die SRG leisten. Und am Freitag wie gewohnt die ARENA mit dem "umstrittenen" Moderator. So viel zum Thema vertrauen in die Medien. Dank dieser Fehlleistung der SRG bin ich auf viele interessante Informationsquellen gestossen, Weil ich mich von der SRG nicht ernstgenommen fühle. In diesem Sinne vielen Dank. Sie haben meinen Horizont erweitert.
Verena Schoder
01.03.2017 10:09 Uhr
30 Beschwerden? Wie so oft, eine abgemachte Sache unter Interessenvertreter.
Dieter Widmer
01.03.2017 09:35 Uhr
Kurios: Wenn Zeitungen Daniele Ganser auf seinen Verschwörungstheorien festgenagelt hätten, wäre es starker Journalismus. Jonas Projer soll unlauter vorgegangen sein? Nein, Das Mail von Ganser ging an eine Redaktion von SRF. Er durfte aus dem Mail zitieren, Wenn Gansers Mail an das Wirtschaftsressorts einer Zeitung geschickt worden wäre, hätte das Lokalressort bestimmt darüber berichtet. Bleibt sachlich.
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