Schmid räumt ein, die Praxis wirke vor Kamera und Mikrofon wie ein Anachronismus, hält sie in der «penetranten Duzis-Kultur» aber für wohltuend: Sie verleihe einer Sendung Seriosität und betone die journalistische Unabhängigkeit, schreibt die NZZ-Autorin.
Die SRF-Medienstelle erklärte gegenüber Schmid, das gegenseitige Siezen sei Ausdruck einer «professionellen und kritischen Distanz»; die Mitarbeitenden sprächen nicht als Privatpersonen miteinander. Schmid verweist zudem auf ARD und ZDF, wo zugeschaltete Korrespondenten gesiezt, aber beim Vornamen genannt würden.
Anlass zu Knechtlis Kritik gab ein Versprecher: Radiomoderator David Karasek fiel im SRF-«Tagesgespräch» gegenüber EU-Korrespondent Charles Liebherr spontan ins Du. (nil)

