Im Zentrum der neuesten Folge des persoenlich.com-Podcasts steht der Plagiatsfall von Nebelspalter-Redaktor Dominik Feusi, der deshalb seine Stelle bei der NZZ nicht antreten kann. Matthias Ackeret findet Feusis Umgang mit dem Fehler souverän: «Ich würde anders entscheiden als die NZZ.» Die Reaktion der Zeitung hält er für überzogen.
Auch wenn der fehlbare Journalist in dem Fall seinen Missgriff schnell zugegeben hat, bleibt der Makel bestehen und man wird mit der Person den Plagiatsfall in Verbindung bringen. Was auch daran liegt: Sich mit fremden Federn zu schmücken, ist kein Kavaliersdelikt. Denn: «Ein Plagiat ist ein Plagiat, ist ein Plagiat», wie Nick Lüthi im Podcast sagt. Etwas anders gelagert, aber nicht weniger problematisch hält Lüthi das alltägliche Paraphrasieren fremder Texte, quasi die «kleine Schwester des Plagiats».
Ackeret und Lüthi sprechen auch über den Zeitpunkt der Publikation, da ja der Fall schon eineinhalb Jahre zurückliegt und bei der NZZ intern bekannt war. Warum wurde er aber erst kurz vor Feusis Stellenantritt wieder ein Thema?
Die neueste Podcastfolge wurde am Dienstag in den Redaktionsräumen der persönlich Verlags AG in Zürich-Wiedikon aufgezeichnet. Der persoenlich.com-Podcast erscheint immer am Dienstag und ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcastplattformen – wie Spotify oder Apple Podcasts – verfügbar. In Zweierkonstellation diskutiert die Redaktion über aktuelle Themen und Ereignisse, die in der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche für Schlagzeilen gesorgt haben. (nil)

