Gleich zwei Nachrichten erreichten am Montag die persoenlich.com-Redaktion mit dem Hinweis: «Die Schweizerische Depeschenagentur (sda) verzichtet heute auf eine Berichterstattung (...)».
Mit dem Verzicht auf eine Berichterstattung setze die sda ein Zeichen «gegen den zunehmenden Trend, die Medien bei der Verbreitung von Informationen ungleich zu behandeln.» In den genannten Beispielen betrifft es jeweils die «NZZ am Sonntag».
Der Verzicht betrifft am Montag die Studie zum Thema «Immer seltener spielen Kinder in der Schweiz im Freien», die im Auftrag der Pro Juventute erstellt worden ist. Pro Juventute habe die Informationen der «NZZ am Sonntag» exklusiv zu Verfügung gestellt. Die übrigen Medien seien erst am Montag mit einem Communiqué bedient worden. Die Inhalte sind somit schon bekannt.
Am Dienstag verzichtet die Depeschenagentur auf eine Berichterstattung über den «Global Wealth Report» des Credit Suisse Research Institutes. Die Grossbank habe der «NZZ am Sonntag» den Report exklusiv zur Verfügung gestellt. «Am Sonntag verweigerte die Credit Suisse auf Nachfrage der sda die Herausgabe des Berichtes. Sie verwies auf die Sperrfrist bis zur Medienkonferenz am Dienstag», schreibt die sda.
Wie TV-Chefredaktor Tristan Brenn über Twitter mitteilt, verzichtet auch SRF darauf, über den «Global Wealth Report» zu berichten.
Auch @SRF verzichtet auf die Berichterstattung zum "Global Wealth Report" der CS - aus demselben Grund https://t.co/6Ipr7dHfVe
— Tristan Brenn (@brenntr) 21. November 2016
(sda/clm)
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22.11.2016 16:30 Uhr
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