13.05.2026

MAZ

Geschäftsjahr 2025 mit Verlust abgeschlossen

Das Institut für Journalismus und Kommunikation hat ein schwieriges Jahr hinter sich: Sinkende Teilnehmerzahlen haben zu einem spürbaren Umsatzrückgang und einem deutlichen operativen Defizit geführt.
MAZ: Geschäftsjahr 2025 mit Verlust abgeschlossen
«Ein Weitermachen wie bisher geht nicht mehr», schreibt Felix E. Müller, Präsident des MAZ-Stiftungsrats, im Geschäftsbericht. (Bild: zVg/MAZ)

Gemäss den Zahlen im jüngst veröffentlichten Jahresbericht 2025 verzeichnet das MAZ Institut für Journalismus und Kommunikation für das vergangene Geschäftsjahr einen Jahresverlust von 114'164 Franken. Der Nettoerlös aus Leistungen sank gegenüber dem Vorjahr von 4,8 auf 3,97 Millionen Franken. Das operative Gesamtergebnis liegt bei minus 1,525 Millionen Franken und damit rund eine halbe Million unter Budget. Dank eines starken Börsenjahrs und positiven Einmaleffekten fällt der Jahresverlust jedoch deutlich geringer aus.

Rückläufig entwickelten sich Journalismus und Kommunikation gleichermassen. Im Journalismus war der Rückgang erwartet worden; der Umsatz sank auf 1,974 Millionen Franken, den tiefsten Wert im Fünfjahresvergleich. Deutlich schlechter als geplant verlief hingegen das Kommunikationsgeschäft: Der Umsatz im Kommunikationsbereich blieb rund 700'000 Franken unter Budget und Vorjahr, weil mehrere längere Formate im Frühjahr wegen zu geringer Buchungszahlen nicht durchgeführt werden konnten. CFO Christian Flückiger resümiert: «Das operative Ergebnis von minus 1,525 Millionen Franken ist ein deutliches Signal, dass die Kostenbasis nicht zum aktuell nachgefragten Angebot passt.»

«Ein Weitermachen wie bisher geht nicht mehr!», schreibt MAZ-Stiftungsratspräsident Felix E. Müller im Jahresbericht. Als Reaktion auf die ungünstige Entwicklung hat das MAZ zu Beginn des Jahres 2026 ein Transformationsprojekt gestartet, das Angebot und Prozesse analysiert und auf die Reduktion der Fixkosten zielt (persoenlich.com breichtete). Zudem hat die Institution in der zweiten Jahreshälfte 2025 das Akkreditierungsverfahren zur Höheren Fachschule (HF) beim Bund eingeleitet. Mit dem HF-Status würden die Diplomabschlüsse staatlich anerkannt und die Ausbildungskosten teilweise durch öffentliche Beiträge mitfinanziert. Stiftungsratspräsident Müller schreibt im Jahresbericht: «Das MAZ kann diesen Schritt jetzt noch aus einer Position der Stärke heraus vollziehen und die Erfolgsaussichten für die eingeleiteten Massnahmen sind entsprechend gut.» (nil)


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