21.01.2026

Halbierungsinitiative

Halbieren will vor allem die SVP

Es wird sehr eng am 8. März. Die SRG-Initiative kommt auf 50 Prozent Ja-Stimmen bei 48 Prozent Nein, zeigt eine Umfrage. Wie zu erwarten war, hat die Zustimmung seit der letzten Erhebung leicht abgenommen.
Halbierungsinitiative: Halbieren will vor allem die SVP
Zur Halbierungsinitiative zeigt sich in der SVP-Basis mit 85 Prozent eine sehr deutliche Zustimmung. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

Zur Halbierungsinitiative zeigt sich in der SVP-Basis mit 85 Prozent eine sehr deutliche Zustimmung, wie die am Mittwoch veröffentlichte Abstimmungsumfrage von 20 Minuten und Tamedia zeigt. Auch unter den Sympathisantinnen und Sympathisanten der FDP findet das Anliegen eine Mehrheit, wenn auch mit 55 Prozent eher knapp. Mehrheitlich abgelehnt wird die Halbierungsinitiative hingegen von den Anhängerschaften der Mitte, der GLP, der SP und der Grünen.

Zwischen Frauen und Männern sowie zwischen den Sprachregionen bestehen kaum Unterschiede in der Stimmabsicht. Besonders hohe Zustimmung erfährt die Halbierungsinitiative in ländlichen Gebieten, bei Stimmberechtigten mit obligatorischem Schulabschluss, bei Menschen mit tieferen Einkommen sowie in den jüngeren Altersgruppen.

Bei den Befürwortenden stossen insbesondere zwei Argumente auf Zustimmung: Zum einen zwinge die Initiative die SRG, sich wieder auf ihren Kernauftrag zu konzentrieren, das heisst: Information und Bildung in allen Landessprachen. Zum anderen bezahle die Schweizer Bevölkerung heute eine der höchsten Medienabgaben weltweit, was wegen steigender Lebenshaltungskosten nicht mehr tragbar sei.

In der letzten Umfrage von Tamedia und 20 Minuten hatten noch 53 Prozent der Befragten Ja oder eher Ja zur Initiative gesagt. Für ein Nein oder eher Nein sprachen sich 44 Prozent der Befragten aus. Der Rest hatte sich noch nicht entschieden (persoenlich.com berichtete). (sda/spo)


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KOMMENTARE

Maximilian Hauser
21.01.2026 09:42 Uhr
@ Claude Bürki: Für die Schwingfeste der Stufe 1 und 2 hat der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) die Rechte nur der SRG gegeben, das sind: ESAF, Unspunnen, Kilchberg, alle fünf Teilverbandsfeste und sämtliche Bergkranzfeste. Die SRG darf andern TV-Sendern eine Sublizenzen vergeben. Ohne SRG gibts keine wichtigen Schwingfeste im TV. Markus Lauener. Obmann des ESV hat am ESAF in Mollis in seiner Ansparache betont, das die schweizweite Breitenwirkung des Schwingens ohne SRG nicht möglich wäre.
Stefan Widmer
21.01.2026 08:53 Uhr
Es zeigt auch, dass Lügen-Argumente funktionieren. "Kernauftrag" --> Es gibt KEINEN Kernauftrag, und "die höchsten Gebühren" --> ist falsch, stimmt nicht. und was schlimm ist, die Politiker der SVP haben sich die letzten 3 Jahre jetzt darum gekümmert, dass Haushalte 100 Franken im Jahr sparen. Hätten sie nichts gemacht und dafür ihren Politiker-Lohn hergegeben, würden die Haushalte mehr sparen.
Claude Bürki
21.01.2026 08:01 Uhr
Keine Bange -- das Schwingen ist jetzt schon auf Privatsendern zu sehen.
Thöme Jeiziner
21.01.2026 07:57 Uhr
Scheinheilig sind die Argumente der SVP mit den Lebenshaltungskosten zu argumentieren. Der wahre Grund ist, weil sie von der SRG zu wenig hofiert wurden - was schon Trump'ische Züge hat - wollen sie die SRG stutzen. Und ja, teuer ist die SRG: 4 Sprachen in einem sehr kleinen Land ist halt einfach aufwändig. Verbessern und optimieren soll sich die SRG natürlich. Aber sie ist mir auch lieb, denn sie bietet, was Private nicht können oder wollen. Und das Geschrei will ich dann nicht hören, wenn dann Schwingen im Pay-TV zu sehen ist ... In diesem Sinne für eine starke SRG mit einem guten Service Public für den Zusammenhalt im Land und einer guter privater Konkurrenz.