Wie Le Temps berichtet, liegen mehreren Redaktionen die vollständigen, laufend ergänzten Akten samt sensiblen Personendaten vor. Nach Informationen der Zeitung hat die Walliser Staatsanwaltschaft mehrere Strafverfahren eröffnet, die Anwälte und Medienschaffende betreffen.
Mindestens ein Journalist ist demnach im Oktober als Auskunftsperson bei der Kriminalpolizei vorgeladen. Zwei Opferfamilien und die Walliser Rettungsorganisation OCVS haben wegen der Indiskretionen Strafanzeige eingereicht.
Laut dem Bericht beeinträchtigen die Lecks auch die Befragungen, weil Beschuldigte vieles vorab aus der Presse kennen. Weil eine mediale Vorverurteilung laut Bundesgericht je nach Schwere bei der Strafzumessung zu berücksichtigen ist, hält eine nicht am Verfahren beteiligte Quelle eine mildere Strafe für die Barbesitzer Jacques und Jessica Moretti für möglich, sollten sie verurteilt werden. (nil)

