«Stand jetzt ist es nicht vorgesehen, dass die Tunnel wieder mit UKW ausgerüstet werden», sagte Jérôme Jacky, Sprecher des Bundesamts für Strassen (Astra), am Freitag in der Sendung «Heute Morgen» von Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Ein solcher Schritt wäre mit hohen Kosten verbunden.
Die Information der Verkehrsteilnehmenden erfolge ohnehin primär über visuelle Systeme, so Jacky: «Bei Stau warnen beispielsweise Blinksignale. Im Brandfall werden Notausgänge durch Lichtsignale gekennzeichnet.»
Die SRG hatte Ende 2024 die Verbreitung ihrer Programme via UKW eingestellt, sich aber später für ein Comeback entschieden. Hintergrund der Kehrtwende ist ein politischer Entscheid: Eigentlich war geplant gewesen, den UKW-Rundfunk per Ende 2026 einzustellen. Danach sollten alle Radioprogramme über die DAB+-Technologie verbreitet werden. Das Parlament verlangte jedoch im vergangenen Dezember mit einer Motion, UKW noch länger anzubieten.
Die SRG kündigte nach dem Parlamentsentscheid an, wieder auf UKW zu senden. «Ein vollständiger Verzicht auf UKW hätte nur Sinn gemacht, wenn per Ende 2026 die gesamte Branche UKW abgeschaltet hätte», hiess es damals. Die SRG könne es sich nicht leisten, weiterhin auf UKW und damit auf viele Hörerinnen und Hörer zu verzichten. Ab wann genau die SRG wieder via UKW sendet, ist noch nicht klar. Es könnte bereits im Herbst sein. (sda/spo)

