04.09.2023

Weltwoche

Köppel geht mit E-Paper nach Deutschland

Das rechte Politmagazin lanciert mit Weltwoche Deutschland eine PDF-Ausgabe. Damit reagiert Verleger Roger Köppel auf die verstärkte Nachfrage und die steigenden Abozahlen in Deutschland.
Weltwoche: Köppel geht mit E-Paper nach Deutschland
Die Weltwoche Deutschland ist eine gegenüber dem Schweizer Heft etwas dünnere PDF-Ausgabe. (Bild: Screenshot)

Ein Publikum haben sich die Weltwoche und insbesondere ihr Chefredaktor und Verleger Roger Köppel längst aufgebaut. Insbesondere mit dem morgendlichen Podcast «Weltwoche Daily», den Köppel eigens in einer internationalen Version für den Markt ausserhalb der Schweiz einspricht, erzielt der SVP-Mann eine beträchtliche Reichweite. Auf Apple Podcasts rangiert der Weltwoche-Podcast auf Platz zehn in der Kategorie Daily News, mitten zwischen grossen Medienmarken wie Stern oder dem RBB.

Auch sonst kommt die Weltwoche bei ihrem Zielpublikum in Deutschland gut an. Wie die NZZ wird auch das Magazin von Roger Köppel in Kreisen, die sich von den «Mainstreammedien» abgewendet haben, rege gelesen. Das zeigt etwa die Herkunft eines Grossteils der User-Kommentare auf den Social-Media-Kanälen der Weltwoche.

Reaktion auf Leserbedürfnis

Selbst mit dem Verkauf des gedruckten Hefts konnte die Weltwoche in Deutschland zulegen. Roger Köppel spricht in einem seiner Videos von einer «Verdrei- bis Vervierfachung» der Abos. Gleichzeitig, so Köppel, erreichte ihn die Frage aus der deutschen Leserschaft, ob es nicht möglich wäre, ein spezifisches Angebot für diesen Markt anzubieten.

Genau das macht die Weltwoche nun mit einem wöchentlichen E-Paper, das es als Beigabe zum bestehenden Deutschland-Abo gibt. Bisher bot das Abo zu 17 Euro pro Monat nur den Zugang zur Website und zur App.

Die PDF-Ausgabe kommt etwas schlanker daher als das gedruckte Heft. Nicht enthalten sind unter anderem Artikel zur schweizerischen Innenpolitik. So ergibt das einen Umfang von um die 50 Seiten. In seinen Podcasts preist Köppel das neue Angebot in gewohnt überschwänglicher Rhetorik wahlweise als «publizistische Zeitenwende», als «digitale Frischluft aus den Bergen für Deutschland» oder als «wohlwollenden Aussenblick der qualifizierten Ahnungslosen». (nil)


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