Marc Felix Serrao verlässt Ende November 2025 seine Position als Chefredaktor der NZZ Deutschland und wechselt zu Axel Springer. Der 46-jährige Journalist wird Teil des Global Reporters Network des Medienkonzerns und seine Stammredaktion bei Welt haben. Für die verschiedenen Marken von Axel Springer soll er Reportagen, Porträts und Analysen verfassen sowie als TV-Experte auftreten, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst.
Serrao war mehr als acht Jahre bei der NZZ tätig und hat die Entwicklung der NZZ in Deutschland mitgestaltet – zunächst seit 2017 als Leiter des Berlin-Büros, seit Januar 2021 dann als Chefredaktor der deutschen Ausgabe der Neuen Zürcher Zeitung (persoenlich.com berichtete). Unter seiner Führung stieg die Zahl der deutschen Abonnenten laut Mitteilung stark an – die NZZ spricht von heute über 50'000 Abonnentinnen und Abonnenten in Deutschland. Zuvor arbeitete er bereits bei Welt am Sonntag, der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Die NZZ bedauert Serraos Entscheid sehr und dankt ihm herzlich für sein grosses Engagement, wie es auf Anfrage heisst. Die Suche nach einer Nachfolgerin beziehungsweise einem Nachfolger ist im Gang. Der Wechsel erfolgt spätestens zu Beginn des kommenden Jahres. John Harris, Chefredaktor von Politico und Leiter des Global Reporters Network, bezeichnet Serrao als «einen der klügsten und vielseitigsten Köpfe des deutschen Journalismus». Parallel verstärkt der ehemalige ARD-«Tagesschau»-Journalist Constantin Schreiber das Reporternetzwerk ab 1. September.
Das Global Reporters Network von Axel Springer existiert seit März 2025 und beliefert alle Marken des Konzerns mit investigativen Recherchen und exklusiven Inhalten. Neben Schreiber gehören Bild-Vize Paul Ronzheimer, Welt-Vizechefredaktor Robin Alexander und Autorin Ayaan Hirsi Ali zum Team. (pd/cbe)

