10.06.2008

Radio 1

Namenstreit geht weiter

Einigungsgespräch hat keine Ergebnisse gebracht.

Der Berliner Sender RadioEins will weiter gegen Roger Schawinskis Radio 1 vorgehen. Wie der Zürcher Regionalsender am Mittwoch mitteilt, hat das stattgefundene Einigungsgespräch zwischen Schawinski und der Intendantin der Berliner ARD-Anstalt RBB, Dagmar Reim, keine Ergebnisse gebracht. Die vorgelegten Vermittlungsvorschläge des Radio 1-Gründers seien als nicht ausreichend zurückgewiesen worden. Schawinski hatte unter anderem vorgeschlagen, einige Radio 1-Sendungen umzubenennen und den Sender-Slogan zu ergänzen ("persoenlich.com" berichtete).

Der RBB beharrt nach wie vor darauf, dass Radio 1 den Claim "Nur für Erwachsene" nicht nutzen darf. Der Berliner Sender wolle sich nach Angaben von Reim dagegen schützen, dass andere Radiosender in Deutschland diesen Slogan ebenfalls einsetzen können, heisst es in der Mitteilung von Radio 1 weiter. Radio 1 hat die Bezeichnung "Radio 1 -- nur für Erwachsene" in der Schweiz markenrechtlich schützen lassen. Bisher sind seitens von RadioEins noch keine rechtlichen Schritte eingeleitet worden.

Nach Angaben von Radio 1 bestreitet RBB allerdings nicht mehr, dass Radio 1 den Sendernamen nutzten kann, da dieser Name seit Jahrzehnten international von vielen Radiostationen verwendet wird. Die Forderung, dass der Regionalsender in Deutschland nicht im Internet verbreitet werden dürfe, sei ebenfalls fallengelassen, nachdem Radio 1 ein vergleichbares Urteil des deutschen Bundesgerichts BGH vorgelegt habe ("persoenlich.com" berichtete).


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