Nach Ansicht des Publikumsrats weist die Sendung des Schweizer Fernsehens "Euro 2008 -- das grosse Städteduell" einige Mängel auf. Die Grundidee sei zwar gut, doch sei die Sendung mit zwei Stunden Sendezeit zu lang. Auch werde zuviel geredet. Weil es im Hinblick auf das Finale nicht zu einer Selektion der beteiligten Städte komme, müsse zudem künstlich Spannung erzeugt werden, hält der Publikumsrat seiner Mitteilung vom Freitag fest.
Die Erwartungen weitgehend erfüllt habe dagegen die wöchentliche Sportsendung "Euro 2008 -- Das Magazin". Sie sei abwechslungreich, spannend und journalistisch gut umgesetzt. Der Blick zu den im Ausland tätigen Schweizer Fussballern bezeichnete der Publikumsrat für "geglückt".
Weiter befasste sich der Publikumsrat auch mit der SF-Berichterstattung über die SVP. Nach einer "konstruktiven und sachlichen Diskussion" mit Chefredaktor Ueli Haldimann kam der Rat zum Schluss, dass das Fernsehen gewillt sei, die journalistische Qualität weiterhin hoch zu halten und eine unabhängige Position gegenüber allen Parteien einzunehmen.
Lobende Worte fand der Rat für den monatlichen Thementag "Hörpunkt" von Schweizer Radio DRS 2. Dabei handle es sich um eine gelungene Abwechslung im Radioalltag, das mit breiter Themenvielfalt und den gewählten Zugängen zu überraschen vermöge. Auch die Musikwahl vermochte den Publikumsrat zu überzeugen. Der Sendetermin jeweils am 2. Tag des Monats sei jedoch nicht ganz glücklich gewählt. Würde der "Hörpunkt" jeweils am Wochenende ausgestrahlt, könnten viele Zuhörende längere Strecken mitverfolgen. (sda)

