Im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Sex-Affäre beim FC Thun ist eine der beiden Strafklagen gegen die Zeitung "Blick" nach einem Vergleich zurückgezogen worden. Über eine zweite Klage wird voraussichtlich ein Gericht entscheiden. Zum Vergleich haben die Parteien Stillschweigen vereinbart, wie Markus Rohr, Mitglied der "Blick"-Chefredaktion, am Mittwoch auf Anfrage sagte.
Die zweite Anzeige ging laut Rohr am 14. Februar ein. Hier geht es um den Vorwurf der üblen Nachrede. Der "Blick" publizierte seinerzeit ein Bild, das vier Spieler des FC Thun im Dress von hinten zeigte, wobei die Zeitung die Namen auf den Leibchen wegretouchierte. Sichtbar waren noch die Rückennummern der Spieler.
Die beiden Klagen gegen die Zeitung sind Nebenschauplätze der sogenannten Sex-Affäre beim FC Thun. Diese war im November 2007 ins Rollen geraten, als die Berner Behörden bekannt gaben, dass sie gegen Spieler des FC Thun wegen sexueller Handlungen mit einer Minderjährigen ermittelten. (sda)

