29.07.2026

Tamedia

Strategisch zählt nur das Abonnement

CEO Jessica Peppel-Schulz kündigt in einem Interview mit dem österreichischen Standard neue Abo-Modelle an. Ausserdem beziffert sie, wohin sich das Verhältnis von Print- und Digitalerlösen entwickeln soll.
Tamedia: Strategisch zählt nur das Abonnement
«Unser Fokus liegt klar auf Wachstum mit wirtschaftlich nachhaltigem, unabhängigem Journalismus»: Jessica Peppel-Schulz, CEO Tamedia. (Bild: David Biedert)

Tamedia arbeitet an sogenannten «Limited Abos» für Leserinnen und Leser mit selektivem Interesse an bestimmten Themen. «Wir sind dabei, das attraktivste digitale Bezahlangebot der Schweiz zu bauen», sagte Peppel-Schulz in einem langen Interview mit der österreichischen Zeitung Der Standard. Derzeit stammten rund 85 Prozent der Einnahmen aus dem Print-Geschäft. Bis in spätestens fünf Jahren strebe man einen «gesunden Mix» von 60 Prozent Print und 40 Prozent Digital an.

Rückenwind liefert die Werbevermarktung: Seit diese Anfang 2025 als Tamedia Advertising wieder ins Haus geholt wurde, sei das digitale Werbegeschäft um 30 Prozent gewachsen – «in einem Markt, der insgesamt schrumpft». Auch die digitale Reichweite steige messbar: Der Google-Traffic sei in sechs Monaten um 40 Prozent gestiegen, die Google-Sichtbarkeit markenübergreifend in zwölf Monaten um 140 Prozent gewachsen. Strategisch zähle aber nur eines: «das Abonnement».

Was die Transformation für die Redaktionen heisst, wird sich bald zeigen: Die 2023 ausgesprochene Beschäftigungsgarantie für die Journalistinnen und Journalisten läuft Ende September aus. Absolute Garantien für die Zukunft könne sie nicht geben, so Peppel-Schulz: «Aber unser Fokus liegt klar auf Wachstum mit wirtschaftlich nachhaltigem, unabhängigem Journalismus.» (nil)


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