Keystone-SDA hat ihre Textredaktion zu Beginn des Monats auf das «User Needs»-Modell umgestellt. Damit will die Nachrichtenagentur gezielter auf die Lesebedürfnisse eingehen und ihren Medienpartnern mehr Inhalte liefern, die über die klassische Nachrichtenvermittlung hinausgehen, wie sie in einer Notiz an die Kunden erklärt.
Das Modell geht davon aus, dass Medienkonsumentinnen und -konsumenten nicht nur über Ereignisse informiert werden wollen, sondern auch Zusammenhänge verstehen, Emotionen erleben und praktische Orientierung erhalten möchten. Keystone-SDA hat das international entwickelte Konzept auf die spezifischen Anforderungen einer Nachrichtenagentur zugeschnitten und in vier Kategorien übersetzt: «Inform me» liefert schnelle, verlässliche Fakten in Echtzeit; «Give me background» bietet Hintergründe, Analysen und Einordnungen; «Touch me» steht für konstruktiven Journalismus mit menschlichen Geschichten und emotionalen Momenten; «Guide me» umfasst Serviceinhalte und Lösungsansätze für den Alltag.
Neben klassischen Agenturmeldungen plant Keystone-SDA künftig vermehrt Inhalte in Formaten wie Listicles, Pro-&-Contra-Stücken oder Überblicksartikeln anzubieten. Zudem werden Meldungen systematisch mit Metadaten versehen, die anzeigen, welches Nutzerbedürfnis ein Text anspricht.
Am Kernauftrag ändert sich laut Agentur nichts: Die Kategorie «Inform me» bleibe das Fundament der Arbeit. Ziel sei es, aus Ereignissen jene Aspekte herauszuarbeiten, die für das Publikum der Medienpartner besonders relevant seien. (spo)

