Seit Dienstagmittag kommt es zu Unregelmässigkeiten oder Störungen im Online-, Radio- und Fernsehangebot von Radio und Tele Top. Es können nicht alle Sendungen wie angekündigt ausgestrahlt werden und müssen teilweise wiederholt werden, schreiben die Top-Medien auf ihrer Website.
Der Trojaner habe sich zunächst verbreitet und mehrere Server verschlüsselt. Die Technikabteilung sei zusammen mit externen Experten dabei, die Probleme zu lokalisieren und das Ausmass abzuschätzen. Die Wiederherstellung der Daten und Programme werde jedoch mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Top-Medien werden erpresst
Wie Gjusi Brändli, Programmleiter von Radio Top, gegenüber Züriunterland24.ch sagte, sei der Angriff massiv. Zudem werde man erpresst. «Wir haben nicht vor, uns bei der hinterlegten E-Mail-Adresse zu melden», so Philippe Pfiffner, Geschäftsführer der Top-Medien, am Mittwoch auf Anfrage von persoenlich.com.
Dennoch: Am Dienstag und Mittwoch habe sowohl im Radio als auch im Fernsehen «ein fast normales Programm» gesendet werden können, dies «dank der grossartigen Leistung des gesamten Teams». Pfiffner: «Unsere IT-Abteilung ist mit Hochdruck daran, das Problem zu lokalisieren. Dabei gibt es einen ersten Erfolg, der nun durch externe Spezialisten verifiziert wird.»
Parallel dazu werde die Wiederherstellung der Daten und Programme aus dem Backup vorbereitet. «Ich bedanke mich beim gesamten Team für die flexible und konstruktive Mitarbeit in dieser herausfordernden Phase», so Pfiffner weiter.
Der Angriff auf die Top-Medien ist nicht der erste gegen ein Medienunternehmen: Im März 2023 waren die NZZ und CH Media Ziel eines Cyberangriffs (persoenlich.com berichtete). Die Auswirkungen waren massiv. Die NZZ zeichnete die Cyberattacke Monate später in allen Details nach.

