11.12.2023

Bundesratswahlen

Diese beiden weibeln für Pult und Jans

Am Mittwoch wird klar, wer neuer Bundesrat wird. Die beiden Kandidaten haben sich für die Kampagne Unterstützung geholt. Jon Pult setzt auf seine ehemalige SP-Kollegin Sandra Locher Benguerel, Beat Jans auf Stefan Batzli von der Agentur CRK.
Bundesratswahlen: Diese beiden weibeln für Pult und Jans
Beraten die beiden SP-Bundesratskandidaten: Sandra Locher Benguerel (Jon Pult) und Stefan Batzli von CRK (Beat Jans). (Bild: Keystone/zVg)

Am Mittwoch wählt das Parlament den Nachfolger von SP-Bundesrat Alain Berset. Macht Beat Jans oder Jon Pult das Rennen? Die beiden lancieren ihre Kandidatur nicht im Alleingang. Jans, der viele Jahre im Nationalrat sass und zurzeit Regierungspräsident von Basel-Stadt ist, lässt sich von Stefan Batzli, Geschäftsleitungsmitglied von CRK und Partner der Myty Group, unterstützen, wie der Tages-Anzeiger am Montag schreibt.

Anders als Jans setzt Pult laut dem Bericht auf eine ehrenamtliche Lobbyistin – und zwar Sandra Locher Benguerel. Locher Benguerel arbeitet als Primarlehrerin in Graubünden und war bis zu diesem Jahr SP-Nationalrätin.

«Wichtige Kernbotschaft» in der NZZ

Das «Echo der Zeit» widmete den Helferinnen und Helfern von Jans und Pult am Donnerstag einen Beitrag. «Es geht darum, die Leute im Bundeshaus zu überzeugen, dass die Schweiz einen Bundesrat Jon Pult braucht – um das Land mit einer Perspektive der Hoffnung in die Zukunft zu führen», sagt Sandra Locher Benguerel gegenüber SRF. 

Auch Batzli will mit Kernbotschaften das Profil von Kandidat Jans schärfen. Eine solche Aussage lieferte Jans bei einem Interview mit der NZZ von Ende November: «Ich beziehe meine Überzeugungen aus dem, was ich erlebt habe, nicht aus der Juso», sagte er. Gegenüber SRF nennt Batzli diesen Satz «eine wichtige Kernbotschaft». Er sagt: «Es ist eine Abgrenzung zu Jon Pult – das hat das Profil von Beat Jans geschärft.» Pults Juso-Mitgliedschaft wurde im Wahlkampf zum Thema.

Gentlemen's Agreement

Zwischen Jans und Pult gibt es eigentlich eine Art Gentlemen's Agreement. «Die Kampagnen-Leute beider Seiten haben vereinbart, jeweils eine Kampagne für den Kandidaten zu machen, nicht eine gegen den Gegenkandidaten», sagt Batzli gegenüber dem «Echo der Zeit». Also sei Pult weniger amüsiert gewesen über die Aussage von Jans in der NZZ. Doch die beiden Kandidaten hätten das bei einer Aussprache geklärt. 

Am Mittwoch wird sich zeigen, was das Weibeln der Kampagnenhelferinnen und -helfer gebracht hat. Dann ist klar, wer den Sitz von Bundesrat Alain Berset beerbt. (wid)



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