Die geplanten Massnahmen im Rahmen des «Fast Forward»-Restrukturierungsprojekt klingen happig: Gemäss «Handelszeitung» werden Direktionen fusioniert, IT-Projekte gestoppt, Marketing-Ausgaben gekürzt und Stellen abgebaut. Intern sei von rund 300 betroffenen Arbeitsplätzen die Rede.
Stellen sollen ausgelagert und Entlassungen über Frühpensionierungen sowie natürliche Fluktuationen möglichst klein gehalten werden. Die Migros-Führung habe mit dem Kaufmännischen Verband einen Sozialplan ausgehandelt, der grosszügig sein solle. Die Migros steht seit Jahren im Ruf, eine vorbildliche Arbeitgeberin zu sein.
Auch die Direktion Migros-Medien, Herausgeberin des «Migros-Magazin», sei von den Kürzungen tangiert. So wird gemäss «Handelszeitung» der Verlag mit der Direktion Kommunikation vereinigt und Konzernleitungsmitglied Sarah Kreienbühl unterstellt, was zu personellen Veränderungen führe.
Konzernchef Fabrice Zumbrunnen, der erst seit Anfang Jahr im Amt ist, hat «Fast Forward» Mitte Januar initiiert. Es geht darum, Effizienz und Rendite beim grössten privaten Arbeitgeber des Landes zu steigern. Der Gewinn des Detailhändlers ist seit Jahren auf Sinkkurs – von 824 Millionen Franken im Jahr 2014 auf 503 Millionen 2017.
Die Migros nimmt zu Fragen der «Handelszeitung» nicht konkret Stellung. «Das Programm befindet sich noch in Ausarbeitung, weshalb wir die genauen Massnahmen und Auswirkungen derzeit noch nicht kommunizieren können», schreibt Migros-Sprecher Luzi Weber.
Am 28. Juni berät der Verwaltungsrat des Migros-Konzerns laut «Handelszeitung» über das Restrukturierungsprojekt. Nach Abschluss der Fast-Forward-Arbeiten würden die Mitarbeitenden umfassend informiert, dann die Öffentlichkeit. Dies werde bis Anfang Juli der Fall sein. (pd/maw)

