14.10.2026

PR-Trendmonitor

Informationsflut setzt PR unter Druck

Laut Umfrage von News Aktuell und P.E.R. Agency sehen 56 Prozent der Kommunikationsfachleute darin die grösste Einschränkung ihrer Einflussmöglichkeiten.

Die Informationsflut und die sinkende Aufmerksamkeit des Publikums schränken die Wirkung von PR aus Sicht der Branche am stärksten ein. Das zeigt der aktuelle PR-Trendmonitor, den die DPA-Tochter News Aktuell und P.E.R. Agency durchgeführt haben. An der Umfrage beteiligten sich 302 PR-Fach- und Führungskräfte aus der Schweiz und aus Deutschland. Sie sollten angeben, welche Entwicklungen ihre Einflussmöglichkeiten am stärksten begrenzen.

56 Prozent der Befragten nennen die anhaltende Informationsflut und die weiter sinkende Aufmerksamkeit als grösste Bedrohung. Auf Platz zwei folgt der Bedeutungsverlust der klassischen Medien (46 Prozent). Die Befragten sehen ihre Wirkung eingeschränkt, weil Zeitungen, Zeitschriften und andere klassische Medienformate als Multiplikatoren an Relevanz einbüssen. Der Vertrauensverlust gegenüber Medien und PR erschwert 30 Prozent die Arbeit.

Plattformen, Zielgruppen und KI

23 Prozent sehen ihren Einfluss durch Social-Media-Algorithmen bedroht. Plattformen entscheiden, welche Inhalte sichtbar werden, und die Sichtbarkeit lässt sich laut den Befragten durch PR nur noch bedingt steuern. 22 Prozent bezeichnen die Fragmentierung der Zielgruppen in kleine, schwerer erreichbare Teilöffentlichkeiten als wesentliche Einschränkung.

Auch Künstliche Intelligenz verändert aus Sicht der Umfrageteilnehmenden die Bedingungen: 20 Prozent geben an, dass KI-gestützte Zusammenfassungen, etwa in Suchmaschinen, ihre Einflussmöglichkeiten begrenzen.

Weniger Kontakt zu Journalisten

19 Prozent stellen fest, dass der persönliche Kontakt zu Journalistinnen und Journalisten seltener wird. 16 Prozent beurteilen den Bedeutungszuwachs von Sponsored Content als schwierig.

Eine geringere Rolle spielen die Abhängigkeit von wenigen Tech-Konzernen (10 Prozent), der Bedeutungszuwachs von Influencerinnen und Influencern (9 Prozent) sowie strenge Datenschutzbestimmungen wie die DSGVO und Cookie-Blocker (ebenfalls 9 Prozent). 6 Prozent nehmen keine Einschränkung ihrer Einflussmöglichkeiten wahr. (pd/spo)


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