20.03.2026

SRG

Markus Berger geht nach acht Monaten

Der Kommunikationschef verlässt das Unternehmen bereits per Ende März wieder. Der 60-Jährige tritt ab, weil seine Stelle im Zuge des Transformationsprozesses Enavant gestrichen wird. Nun ist Berger «offen für Neues».
SRG: Markus Berger geht nach acht Monaten
Hat in der neuen Corporate-Newsroom-Organisation keine Rolle mehr: Markus Berger, Leiter der SRG-Unternehmenskommunikation. (Bild: zVg, Select Fotostudio)

Im Rahmen von Enavant stellt die SRG ihre Kommunikation grundlegend neu auf. Künftig soll eine agile Corporate-Newsroom-Organisation die Arbeit übernehmen – ohne zentrale Führungsposition «Leitung Unternehmenskommunikation». Genau für diese Rolle hatte Markus Berger die Stelle erst im August 2025 angetreten (persoenlich.com berichtete). 

Da Berger in der neuen Struktur keine passende Funktion sieht, zieht er die Konsequenzen: «Nach dem Wegfallen dieser Rolle, für die ich rekrutiert wurde, sehe ich in der SRG keine Position mehr, in welcher ich meine Erfahrung, mein Know-how und meine Führungskompetenz gewinnbringend einsetzen könnte», so der 60-Jährige auf Anfrage von persoenlich.com.

«Agil und reaktionsschnell aufgestellt»

Den Transformationsprozess selbst hat Berger mitgestaltet und steht der neuen Ausrichtung grundsätzlich positiv gegenüber: «Wir sind alle überzeugt von den Vorteilen der neuen Newsroom-Organisation, die agil und reaktionsschnell aufgestellt ist.» Gleichzeitig gibt er zu bedenken: «Ich wünsche meinen Kolleginnen und Kollegen, dass die strategische Ebene des Reputationsmanagements, der Kommunikationsstrategie und der integralen Optik darin gut abgebildet werden kann. Denn eine Aufteilung dieser Kernaufgabe eines CCOs auf mehrere Köpfe bringt sicherlich eine zusätzliche Komplexität mit sich.»

Wie die neue Corporate-Newsroom-Organisation innerhalb des Bereichs «Integrierte Kommunikation und Public Affairs» unter der Leitung von Stephanie Jutzi genau aussieht, wird zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert. 

«Ich blicke glücklich zurück»

In seinen acht Monaten bei der SRG engagierte sich Berger zunächst für den Aufbau der neuen Einheit Unternehmenskommunikation, begleitete anschliessend deren Transformation und leitete parallel die mediale Positionierung der SRG in der Abstimmungsphase zur Halbierungsinitiative. Diese drei Projekte beschreibt er rückblickend als «sehr intensiv, lehrreich und extrem befriedigend».

«Ich blicke glücklich zurück auf die spannenden beruflichen Herausforderungen der letzten Jahre, bin sehr zufrieden mit dem grossen Erfahrungsschatz, den ich mir dabei aneignen durfte, und bleibe neugierig darauf, was mir das Leben noch alles bieten wird. Ich bin tiefenentspannt und sehr offen für Neues», so Berger weiter. Was nach der SRG kommt, lässt er vorerst offen: «Ich stecke mitten im Abschluss meiner Arbeiten für die SRG und habe mir noch gar keine Gedanken über nächste Schritte gemacht.»

Vor seiner Zeit bei der SRG war Berger seit 2016 für die weltweite Kommunikation und Public Affairs von Schweiz Tourismus verantwortlich. Zuvor leitete er die Kommunikation des Andermatter Tourismusprojekts und war Direktor am Schweizerischen Public Relations Institut.


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KOMMENTARE

Toni Stadelmann
21.03.2026 09:37 Uhr
SRG - von allen guten Geistern verlassen . . .