Geschaltet ist die Anzeige in den Printausgaben von Tages-Anzeiger, Berner Zeitung, Bund und Basler Zeitung. Sie ist über die Anzeigenkombi Metropool gebucht und im Politikbund platziert. Aufgemacht ist sie als persönliches Schreiben an «Frau Budliger Artieda». Nach deren «geräuschvollem Abgang» beim Staatssekretariat für Wirtschaft habe Public Eye «das perfekte Jobangebot» für sie, heisst es darin. Budliger Artieda hatte ihren Rücktritt am 16. September angekündigt.
Die verlinkte Stellenanzeige sucht eine «Chefberaterin für Aussenwirtschaftspolitik mit Führungserfahrung in Bundesbern». Das Anforderungsprofil ist auf Budliger zugeschnitten: Gefragt sind unter anderem eine «Spitzenfunktion» beim Seco, «besonderes Fingerspitzengefühl im Umgang mit egomanischen und rücksichtslosen Staatsmännern» sowie die Bereitschaft, sich in Verhandlungen «auch mal unkonventioneller (Gold)-Standards» zu bedienen. Die Entlohnung sei der Privatwirtschaft «in Karmapunkten meilenweit voraus». Der Stellenantritt ist per 1. April 2028 oder nach Vereinbarung vorgesehen, nach einer «angemessenen Karenzzeit von mindestens zwölf Monaten». Bewerbungen nimmt die Organisation bis 31. Oktober 2026 entgegen. In einem Nachsatz wendet sich Public Eye an alle übrigen Leserinnen und Leser: Wer die Kriterien nicht erfüllt, kann die Ziele der Organisation als Mitglied unterstützen.
Laut Public Eye soll die Aktion die Forderung nach einer neuen Aussenwirtschaftspolitik unterstreichen. Bei Handelsverträgen und Zollabkommen gehe es heute «zuallererst um die Interessen der Schweizer Grosskonzerne», schreibt Mediensprecher Oliver Classen gegenüber persoenlich.com. Budliger habe sich für diese Interessen «besonders vehement und erfolgreich» eingesetzt, «wie die Goldbarrenaktion von ‹Team Switzerland› im Oval Office gezeigt hat». Und weiter: «Aber es ist ja nie zu spät zum Umdenken und Karmapunkte sammeln, auch für die Seco-Chefin nicht.» (pd/cbe)


