TV-Kritik

Eine Show zum Heulen

Röbi Koller fährt auf den Tränen der Zuschauer Kahn. Reichlich Augenwasser floss am Samstag gleich zu Beginn seiner Show. Eine junge Frau hatte ihrem Mann nach einem Töffunfall das Leben gerettet. Er bedankte sich dafür bei seinem schluchzenden Schatz in einem Iglu, mit musikalischer Unterstützung von Florian Ast («Ängu»).

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Eine Kleenexbox später machte «Happy Day» eine liebenswürdige Emmentaler Bauernfamilie mit einem Umbau glücklich. Dazwischen durfte ein Bäuerinnenchörli im Starduett mit Trauffer «Heiterefahne» singen. Einem krebskranken Bub ermöglichte Koller, vor und nach dem Lauberhorn-Rennen Idol Beat Feuz zu treffen. Zu einer Familienzusammenführung kam es auch diesmal. Und der Geldkoffer geht ins Solothurnische.

«Happy Day» ist (vor allem bei Heulsusen beliebte) propere Familienunterhaltung. Solide produziert. Mit schlau zusammengeklauten Elementen, die sich bereits vor Jahrzehnten im Ausland bewährt haben. Die Swiss-Los-Million hat früher schon bei «Benissimo» zum Quotenhoch beigetragen. Da kann nichts schief gehen. Die Show wäre auch ein Erfolg, wenn sie von Johann Schneider-Ammann moderiert würde.

 


René Hildbrand
René Hildbrand ist Journalist, langjähriger Fernsehkritiker und Buchautor. Während 27 Jahren war er für «Blick» tätig, danach Chefredaktor von «TV-Star».

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