Was das grosse TeleZüri mit seinen Partnersendern nicht schaffte, macht jetzt das kleine Winterthurer Fernsehen Tele Top: ein Jassformat mit Monika Fasnacht (55).
Vorgeschichte: Nach ihrem bis heute nicht nachvollziehbaren Rausschmiss bei SRF vor zwei Jahren gab Fasnacht den Mut und Wunsch nie auf, auf einem anderen Kanal weitermachen zu können. Jassen ist keine Kunst. Aber aufhören mit jassen. Es kam zu Verhandlungen mit TeleZüri. Zusammen mit TeleBärn und Tele M1 hätten die Zürcher ein Jassshow mit nationaler Ausstrahlung produzieren können. Die Pläne scheiterten. Grund: Die TeleZüri-Chefs fanden offenbar keine Sponsoren. Wie auch immer: Es bleibt eine verpasste Chance.
Jetzt ist Monika Fasnacht bei Tele Top im Spiel. Premiere war am Montag. Im handgestrickten «Top Jass» spielt sie einmal pro Monat mit drei Leuten aus verschiedenen Generationen. Wie beim «Samschtig-Jass» ist der Differenzler angesagt. Fasnachts Mann Reto May, Zürcher Kantonspolizist und Schreiner, hat das kleine Studio mit viel Holz und Stroh in eine gemütliche Berghütte umgewandelt.
Wie früher lädt Fasnacht Prominente zum Jassen ein. Kliby und seine Caroline waren die ersten Gäste. Passte irgendwie. Völlig unerklärlich, warum die Prominenten bei «Top-Jass» in einer sehr engen, unbehaglichen Kabine mitspielen und sich damit einer Tortur unterziehen müssen. Die Preisverteilung gleicht jenen an Vereinsabenden. Jassböxli, Baumerfladen und «Glückspost»-Abos gibt es zu gewinnen. Die Jasstrophäe ist essbar. Der Sieger darf immerhin für ein Wochenende auf den Säntis.
Monika Fasnacht moderierte im Dirndl. Dani Müller trat ebenfalls im Oktoberfest-Outfit auf. Ein Trumpf für die Sendung, dass der frühere Schiedsrichter von «Samschtig-Jass» und «Donnschtig-Jass» dabei ist. Spätestens nach dem Weggang von Fasnacht war dem Appenzeller die Arbeitslust im SRF-Jassteam vergangen.


TV-Kritik
Monika Fasnacht backt jetzt kleine Brötchen