24.11.2025

Republik

Klatschen statt Daumen-runter beim Online-Magazin

Die Republik hat die Möglichkeit vorerst ausgesetzt, Dialogbeiträge seiner User mit einem Downvote negativ zu bewerten.

Die Redaktion begründet den Schritt damit, dass Leserinnen und Leser zurückgemeldet hätten, sie würden sich «nicht oder nur ungern am Dialog beteiligen, weil sie befürchten, negativ bewertet zu werden».

An die Stelle der Up- und Downvotes treten zwei neue Funktionen, wie das Online-Magazin in seinem Newsletter vom Montag schreibt. Mit «Klatschen» können Nutzer besonders interessante Beiträge hervorheben, die dann in der Sortierung nach oben rutschen. Über eine besser sichtbare «Flagge» kann die Moderation auf mögliche Verstösse gegen die Etikette aufmerksam gemacht werden.

Die Republik wünscht sich nach eigenen Angaben, «dass der Republik-Dialog ein einladender Ort ist, an dem Sie Fragen stellen, Erfahrungen und Meinungen austauschen und diskutieren können». Inhaltlicher Widerspruch bleibe möglich, solle aber in Form ausformulierter Antworten erfolgen.

Die Redaktion will in den kommenden Monaten beobachten, wie sich die Änderungen auf die Dialogkultur auswirken – etwa ob sich mehr Frauen oder bisherige Nicht-Kommentierende am Dialog beteiligen. (nil)


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