Als schlimmsten Anruf ihres Lebens haben die australischen Radiomoderatoren ihren Scherz in dem Londoner Spital bezeichnet, in dem die schwangere Kate lag. Nach dem Tod der Krankenschwester, die den Anruf angenommen hatte, äusserten sich die beiden unter Tränen. Mel Greig und Michael Christian erklärten am Montag in Fernsehinterviews, die Vorstellung, dass sie womöglich zum Tod der Krankenschwester beigetragen haben könnten, sei herzzerreissend. Sie hatten mit verstellten Stimmen Informationen über die schwangere Herzogin Kate ausgeforscht. Beide sprachen über den Schock, als sie vom Tod der Schwester Jacintha Saldanha hörten. Sie war am Freitag tot gefunden worden. Medien spekulieren über einen Selbstmord aus Scham, nachdem sie den Anruf von Greig, die sich als Queen ausgab, zur Station durchgestellt hatte, auf der die Frau von Prinz William behandelt wurde.
Für sie war das Routine
"Es war der schlimmste Anruf meines Lebens", sagte Greig. Die Idee sei in einer Konferenz vor der Sendung entstanden, sagte Christian. "Als wir das ausheckten, war für uns klar, das dauert allenfalls 30 Sekunden, das Spital würde den Hörer auflegen und das war's." Sie hätten im Traum nicht daran gedacht, mit ihrem albernen britischen Akzent überhaupt durchgestellt zu werden. "Scherzanrufe gibt es seit ewigen Zeiten", sagte Greig. "Für uns war das Routine." Dass das Band in der Show abgespielt wurde, hätten andere entschieden. Der Sender 2DayFM hatte nach eigenen Angaben Anwälte konsultiert und vergeblich versucht, vor der Ausstrahlung die Klinik zu kontaktieren. Der Chef des Medienkonzerns Southern Cross Austereo, zu dem 2DayFM gehört, teilte mit, dass Scherzanrufe bis auf Weiteres verboten seien. (sda)

