18.11.2025

Betty Bossi | SRG

«Das war keine revolutionäre Idee»

Ein Film erzählt von der Erfindung der Marke Betti Bossi. Matthias Ackeret und Sandra Porchet waren an der Premiere und sprechen im Podcast über die Ursprünge der Idee. Und: Der neue Hauptsitz der RTS mischt einiges auf in der Romandie.
Betty Bossi | SRG: «Das war keine revolutionäre Idee»
Im Film verkörpert Sarah Spale Werbetexterin Emmi Creola-Maag. (Bild: Betty Bossi)

«Hallo Betty» startet am Donnerstag in den Kinos und rückt Werbetexterin Emmi Creola-Maag, die Erfinderin der Kunstfigur Betty Bossi, in den Mittelpunkt. Im Podcast sprechen Verleger Matthias Ackeret und Redaktorin Sandra Porchet über die Vorbilder aus den USA. «Es lag auf der Hand, dass die Idee der Kunstfigur irgendwann auch in die Schweiz kommen würde», bemerkt Porchet. Die persoenlich.com-Redaktorin betont auch das Paradox dieser weiblichen Werbefiguren: Während sie traditionelle Werte ansprechen wollten, erlaubten sie Frauen in der Werbebranche, sich beruflich zu entwickeln.

Ausserdem kommt der Podcast auf die Einweihung des neuen Hauptgebäudes der RTS in Ecublens bei Lausanne zurück. SRG-Generaldirektorin Susanne Wille war vor Ort. Damit verliert der RTS-Standort Genf an Bedeutung, wie Porchet erläutert. Dies führte auch zu Kritik. Ein schlechtes Timing im Hinblick auf die Abstimmung vom 8. März, findet Ackeret.

Die neuste Podcastfolge wurde am Dienstag in den Redaktionsräumen der persönlich Verlags AG in Zürich-Wiedikon aufgezeichnet. Der persoenlich.com-Podcast erscheint wöchentlich immer am Dienstag und ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcastplattformen – wie SpotifyYouTube oder Apple Podcast – verfügbar. In Zweierkonstellation diskutiert die Redaktion über aktuelle Themen und Ereignisse, die in der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche für Schlagzeilen gesorgt haben. (spo)


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KOMMENTARE

Ueli Custer
19.11.2025 08:24 Uhr
Wenn irgendwann später in diesem Jahrhundert die wichtigsten Ereignisse aufgelistet werden, wird das 70-Jahr-Jubiläum von Betty Bossi darunter sein. Kein Medium das dieses Jubiläum nicht abfeiert. Sogar auf Radio SRF1 gibt es morgens eine ganze Sendestunde Werbung für die Kochpostille. Aus Werbesicht eine Spitzenleistung, aus Konsumentensicht schlicht eine Überdosis. Und das für eine Einrichtung, die sich ausschliesslich mit Essen befasst. Angesichts des Hungers auf der Welt irgendwie obszön.