19.01.2026

Halbierungsinitiative

Die Gegner diskutieren am Küchentisch

Das Nein-Lager im Abstimmungskampf zur Halbierungsinitiative ist um eine Kampagne grösser geworden. Die Stiftung für direkte Demokratie lanciert eine Community-Kampagne.
Halbierungsinitiative: Die Gegner diskutieren am Küchentisch
Das Dreier-Team hinter der Kampagne – Daniel Graf, Lisa Schweizer und Pascal Nufer – feilt an seinen Argumenten. (Bild: zVg)

«Die Stiftung für direkte Demokratie engagiert sich dort, wo die Voraussetzungen für eine funktionierende direkte Demokratie betroffen sind», schreibt Stiftungsrat Daniel Graf in einem Blogbeitrag auf der Webseite der neuen Kampagne. Und das sieht die Stiftung für Demokratie bei der Halbierungsinitiative, worüber am 8. März abgestimmt wird, als gegeben. «Eine substanzielle Schwächung des medialen Service public betrifft nicht nur ein Medienunternehmen, sondern die Informationsgrundlage der direkten Demokratie insgesamt – besonders in Sprachregionen und ländlichen Gebieten mit begrenzten Alternativen», so Graf weiter.

Die Kampagne setzt auf Dialog statt auf Plakate. Die Community soll bis zur Abstimmung 100'000 persönliche Gespräche führen, sei es im Büro, an der Bushaltestelle oder am Küchentisch, heisst es weiter. Auf der Webseite, die am Montag aufgeschaltet wurde, stellt die Organisation einen Argumente-Werkzeugkasten und kurze Live-Trainings bereit, die zum überzeugenden Argumentieren anleiten sollen.

Die Aktion wird durch einen Podcast ergänzt. In «Rendez-vous am Chuchitisch» spricht Pascal Nufer, ehemaliger SRF-Asien-Korrespondent, mit Gästen aus Medien und Politik. In der ersten Folge, die am Montag erschienen ist, interviewt Nufer den früheren Griechenland-Korrespondenten Werner von Gent.

Die Abstimmungskampagne wird durch Spenden finanziert. Bisher wurden rund 63'000 Franken gesammelt, teilt Graf auf Anfrage mit. Das gesetzte Ziel liegt bei mindestens 150'000 Franken. (spo)


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KOMMENTARE

Sven Boehler
22.01.2026 09:35 Uhr
Die gleichen Probleme wie in Deutschland: Es ist ein System wo sich viele Studienabgänger eingenistet haben. Sie kennen oft den freien, harten Markt nicht - und haben Angst davor. Sie wollen gut verdienen, aber sich nicht dem echten Wettbewerb stellen müssen. Das berechtigt niemanden dazu Andere zum Zahlen ihres Lohns zwingen zu wollen. Ein Markt soll frei sein und sich selber regulieren.
Victor Brunner
20.01.2026 18:31 Uhr
Das Dreier-Team hat nicht begriffen das Vielfalt mehr braucht als einen "Staatssender". Sie wie viele andere wollen ein System betonieren das längst aus der Zeit gefallen ist.
Werner Furrer
20.01.2026 12:25 Uhr
Bei diesen vom Volk mit Zwangs-Gebühren finanzierten Staats-Sender tummelt sich eine Clique von gleich Gesinnten, die sich fürstlich bezahlen lässt. Unliebsame Ansichten werden ausgegrenzt.