22.10.2014

Oertli-Preis

Drei Tessiner Sprachwissenschaftler ausgezeichnet

Sie setzen sich für die Präsenz des Italienischen in den anderen Sprachregionen ein.

Sie setzen sich seit Jahren für die Präsenz des Italienischen in den anderen Sprachregionen der Schweiz ein: Nun werden die drei Wissenschaftler Sandro Bianconi, Renato Martinoni und Bruno Moretti mit dem diesjährigen Oertli- Preis ausgezeichnet.

"Durch ihre Tätigkeiten als Forscher und Dozenten, aber auch durch ihre Präsenz in den Medien, machen sie die deutschsprachige Mehrheit der Schweiz auf die notwendige Sensibilität in Bezug auf die anderen Sprachregionen aufmerksam", begründete die Oertli-Stiftung in einer Mitteilung ihre Entscheidung.
 
Andererseits erinnerten die drei Wissenschaftler ihre Landsleute auch stets daran, dass der "gute Kontakt zum Rest der Schweiz" nur mittels einer sprachlich-kulturellen und politischen Öffnung möglich sei. Die Tessiner werden für ihre Verdienste als Brückenbauer mit je 15'000 Franken belohnt.
 
Sandro Bianconi war Professor für italienische Sprachwissenschaft an den Universitäten Florenz, Mailand und Basel und gründete gemeinsam mit Bruno Moretti das Osservatorio linguistico della Svizzera italiana in Bellinzona. Moretti ist Professor für italienische Linguistik an der Universität Bern, wo er auch das Amt des Vizerektors innehat.
 
Renato Martinoni arbeitet als Professor für italienische Sprache, Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität St. Gallen sowie für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität in Venedig.
 
Die in Zürich beheimatete Oertli-Stiftung verleiht ihren Preis seit 1976 für besondere Aktivitäten zum Brückenschlag über die schweizerische Sprachgrenze. Preisträger waren unter anderen der Zürcher Literat Charles Linsmayer, der frühere Bundeskanzler Achille Casanova, der Kabarettist Emil oder der Clown Dimitri.

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