«Ich bin nicht erreichbar» – diese komplette Auszeit vom Job nehmen sich nur 24 Prozent der Kommunikationsprofis aus der Schweiz und Deutschland. Daraus ergibt sich, dass eine grosse Mehrheit von 76 Prozent auch während der beruflichen Auszeit dauerhaft für ihre Vorgesetzten und die Kollegenschaft erreichbar ist, wie es in einer Mitteilung zur Umfrage heisst.
So bleibt das Arbeitshandy in den meisten Fällen eingeschaltet und gehört zu den häufigsten Kommunikationskanälen. Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) gibt an, dass sie via SMS, WhatsApp oder andere Messenger-Dienste für ihr Unternehmen erreichbar ist. Immerhin 39 Prozent antworten auf E-Mails, 38 Prozent gehen ans Telefon.
Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass sich PR-Schaffende nur vereinzelt proaktiv beim Unternehmen melden. Nur jeder achte Befragte (13 Prozent) schreibt aktiv E-Mails, lediglich 9 Prozent melden sich aktiv via Kurznachrichten und nur noch verschwindende 5 Prozent rufen im Büro an, um aktiv nachzufragen, ob es in der Abwesenheit zu Problemen kam.
Teamgeist im Vordergrund
Die Umfrageergebnisse werfen ebenfalls ein Licht auf die Motivation und den Teamgeist der Kommunikationsprofis. Befragt nach den Gründen für die Erreichbarkeit während ihrer Ferien, geben stolze 70 Prozent an, dass sie in Notfällen den Kolleginnen und Kollegen helfen möchten. Ein gutes Drittel der Befragten will explizit für das Team ansprechbar sein (37 Prozent). Wiederum 23 Prozent geben an, dass sie in den Ferien an wichtigen Projekten weiterarbeiten müssen.
Lediglich 10 Prozent nennen etwaige Erwartungen der Vorgesetzten als Grund. Noch seltener fordern die Kolleginnen und Kollegen eine Erreichbarkeit ein (3 Prozent). 5 Prozent sind während ihrer Ferien erreichbar, damit sie keine wichtigen Neuigkeiten in ihrer Abwesenheit verpassen. Die Karriere ist indessen kein Grund: Gerade mal 1 Prozent gibt an, dass die dauerhafte Erreichbarkeit in den Ferien tatsächlich förderlich für den beruflichen Aufstieg sein könnte.
An der Umfrage haben 297 PR-Fach- und Führungskräfte aus der Schweiz und Deutschland teilgenommen. Die Online-Befragung fand im Februar 2023 statt. (pd/cbe)


