Der Stiftungsrat der Roswitha-Haftmann-Stiftung vergibt 2014 den mit 150'000 Franken dotierten Roswitha-Haftmann-Preis an die deutsche Konzept-Künstlerin Rosemarie Trockel, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der höchstdotierte europäische Kunstpreis wird am Mittwoch im Kunsthaus Zürich übergeben.
Die 1952 geborene Trockel zähle zu den wichtigsten Künstlerinnen einer Generation, die auf hohem Niveau mit verschiedenen Medien arbeitet und sich aktiv an Lehre und Forschung im Kunstbereich beteiligt. Vor rund 300 Gästen der Zürcher Kunstgesellschaft empfängt Trockel den Preis aus den Händen von Christoph Becker, Präsident des Stiftungsrates.
Rosemarie Trockel ist die vierzehnte Künstlerpersönlichkeit, die mit dem Roswitha-Haftmann-Preis geehrt wird - und neben Maria Lassnig, Mona Hatoum, Vija Celmins und Cindy Sherman die fünfte Frau.
Sonderpreis für Robert Frank
Der Fotograf, Filmregisseur und Kameramann Robert Frank nimmt einen Sonderpreis in Höhe von 75'000 Franken entgegen. Der 1924 in Zürich geborene schweizerisch-amerikanische Künstler zählt zu den bedeutendsten Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
In den 1950er Jahren machte er sich mit Arbeiten für "Life", "Vogue", "Look" und "Fortune" einen Namen und arbeitete Seite an Seite mit den Grossen seiner Zunft. 1958 tauschte Frank die Fotokamera gegen die Filmkamera.
Von Robert Franks einzigartigem erzählerischen Stil können sich Interessierte in einem Gespräch zwischen Michael von Graffenried und Robert Frank am Samstag, 17. Mai um 11 Uhr im Vortragssaal des Kunsthauses überzeugen. Der Eintritt ist frei. (pd)

