15.06.2009

Tigerpress

"Fix und Foxi"-Verleger am Ende

Bald Schluss mit den cleveren Comic-Füchsen?

Tigerpress hat in Hamburg einen Insolvenzantrag gestellt, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer Online-Ausgabe berichtet. Nur noch 18'000 Heftchen mit "Fix und Foxi" gingen in den letzten Monaten über den Ladentisch -- gegenüber 50'000 noch vor einem Jahr, wie der Geschäftsführer Jan Wickmann dem Blatt sagte. Insgesamt wurden von dem Heft bis heute 750 Millionen Exemplare verkauft.

Laut Winkelmann haben auch die elektronischen Medien den Figuren den Garaus gemacht: Die Zielgruppe der Comics würde stets kleiner, die Kinder würden weniger gerne lesen, während Videospiele immer beliebter würden. "Jahr für Jahr wandern ganze Jahrgänge ins Internet ab", sagte Winkelmann der FAZ, "das merkt man sehr deutlich".

Die Figuren "Fix und Foxi" wurden 1953 geboren. Erfunden hat sie der Münchner Verleger Rolf Kauka, ursprünglich nur als Nebenfiguren zur deutschen Sagenfigur Till Eulenspiegel in einer gleichnamigen Reihe. Doch die beiden Füchse waren beim Publikum so beliebt, dass sie bald zu Stars und die Hefte nach ihnen umbenannt wurden.

Bis 1994 veröffentlichte eine Tochterfirma des Bauer-Verlags. Dann entzog Kauka dem Unternehmen die Rechte an den Figuren, da er mit deren Gestaltung unzufrieden war; "Fix und Foxi" erschien vorübergehend bei Ehapa und in Kaukas Eigenverlag Promedia. Tigerpress publiziert die Reihe seit 2005 und beschäftigte bisher vier Mitarbeiter. (FAZ, TA)


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